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Woche 21-22: 10.1-19.1

Vorwort: Dieses Mal wurde es mir einfach gemacht. Ich sass auf einer Couch und der Laptop wurde mir praktisch auf dem Silbertablett gereicht. Ich finde das habe ich mir wirklich verdient. Und in der Vorahnung, dass dies passieren wuerde, habe ich den treuen Leser dieses Mal noch einen Tag laenger warten lassen. Es ist mir durchaus bewusst, dass die Tage immer laneger werden zwischen den Eintraegen. Aber das hat mit dem EInzu in die Silbertablett-Wohnung erstmal fuer einen Monat ein Ende. Aber fangen wir von vorne an: Viech der Woche: Mit Viechern war diese Woche nicht viel her. Ich will mich nicht beschweren, ueberhaupt nicht, denn ich moechte meinen und betonen, dass ich nun schon die …Woche hier Down Under verweile und es die erste Woche ist, in der ich nicht mit einem furchteinfloessenden, beeindruckenden oder fremdartigen Tier beeindrucken kann. Ich will es euch aber nicht komplett vorenthalten, sondern von einer sagenumwogenen Riesenspinne erzaehlen. Diese wohnt angeblich und sehr zu meiner Beunruhigung in dem Garten meiner neuen Unterkunft, die ich mit 4 Jungs und einem Maedel teile. Ganz verbergen konnten die Jungs ihre Beieindruckung des neuen Haustieres vo mir icht, als sie mir von ihrer SIchtung erzaehlten. Wie gewohnt man solche Dinge hier ist sieht man aber daran, dass sich an der Open Door Policy nichts geandert hat. Nicht das ich Angst haette, dass meine 700 Euro Kamera gestohlen werden koennte, wenn die Haustuer den ganzen Tag speerangelweit offen steht, viel mehr beunruhigt mich, dass dieses enorme Krabbelviech mit zuviel Beinen und Augen irgendwann mal unangemeldet durch die Hintertuer hereinspaziert. Investition der Woche: Stolz kann ich berichten, dass ich die letzte Woche wirklich sehr wenig ausgegeben habe. Vielleicht zu wenig. Denn als ich vom Sonnenuntergang gucken in Double Bay mit der UBahn nach Hause fahren wollte haette mich das fast eine 200 Dollar Strafe gekostet! Und von solcher Art Kosten habe ich ja nun wirklich schon genug am Hals (geklaute Raeder und so). Da ich kein Cash hatte un der einzige Bankautomat kaputt war, riet mir ein Hilfsbereiter, ich solle einfach so einsteigen, weil es eh keine Schranken gebe und dann bei der naechsten Station ein Ticket per Kartenzahlung kaufen solle. Das wollte ich ja auch machen, aber jeder kennt dieses Schrankensystem aus dem Ausland. Die sparen hier naemlich die Kontrolleure durch Schranken. Man kommt nur raus wenn man ein Ticket hat, will man weiterfahren muss man innerhalb der Schranken bleiben und braucht kein neues Ticket. So fuhr ich bis zur Bondi Junction wo ich die Schranken verlassen musste. Ich beschloss zu sagen ich habe mein Ticket veloren. Ich wurde auf Mark und Bein geprueft, nach fahrpreisen gefragt etc. Gottseidank konnte ich auf deutsches Dummchen machenund mich aus der Affaere ziehen. 200 Dollar gespart statt 3,70 zu zahlen. Toll. Und gefuehlte 10 Jahre aelter. Beobachtung der Woche: Gut, dass ich immer alles so genau beobachte. Ja, ich muss gestehen, der Zufall kam mir zuhilfe und machte diese Gabe zum Erfolgserlebnis: Eines Morgens ging ich also nichts ahnend die Promenade in Bondi hinunter um ein paar Ueberweisungen zu taetigen, als ich beobachtete, dass der Typ der mir da entgegen kam mir irgendwie bekannt vorkam. Aus dem Café kannte ich ihn nicht, aus der Nachbarschaft sicherlich auchnicht, nein von der Buehne des Konzertes das ich letzte Woche beschrieben hatte. Es war der Saenger der Hives! Genau 8 Tage vorher hatte ich genaustens beobachtet, dass der Kerl an einem sehr ueberzognene Selbstbewusstsein litt. (Denn welcher Saenger einer Band stellt sich zum Teufel selber vor und ueberlaesst es nicht etwa dezent einem Bandkollegen?) Hin und her gerissen, ob ich ihn nun wegen eines Autogramms belaestigen solle, siegte letztendlich mein gesunder Egoismus. Ich stattete mich in einem Restaurant kurz noch mit Stift und einem PostIt aus und hielt dem telefonierenden Rockstar dann Beides unter die Nase. Er beendete kurzum sein Telefonat und krizelte mit seinen Namen samt Bandnamen nieder (ich wollte das Autogramm nicht wegen seines vermeindlich guten Aussehens, mir war schon klar das ser zu den Hives gehoerte…). Ich machte mich dann auch ohne weiter Umschweife wieder vom Acker, weil ich sein abgehobenes Ego durch meine Hochachtung nicht noch in den Himmel heben wollte. Am Ende bereute ich meine Erziehungsmethoden, denn wann hat man denn schonmal die Gelegenheit, den Leadsaenge einer seiner Liebelingsband unter 4 Augen zu erwischen, wo ausser mir doch auch kein Mensch beobachten konnte, wer da gerade die Strasse herunterflanierte. Ort der Woche: Kurz vor Redaktionsschluss wurde mir dieser Ort der Woche noch beschert: Ein kuerzlich kennengelernter Typ hatte mir bei meinem Umzug von Bondi nach Manly geholfen. Birte war Teil des Dreiergespanns und Ming, der Bekannte wollte uns nicht nur beim Umzug helfen, sondern eben auch noch zum Ort der Woche bringen. Auf der anderen Seite der Harbour Bridge befindet sich ein Park. Dor steht ein einziges Haus direkt am Wasser, dieses Haus gehoerte seinem Freund, natuerlich. Der Blick aus dem Schlafzimmer, auf die naechtliche Skyline von Sydney sollte aber noch nicht alles sein, denn kurz darauf befanden wir uns mit einem Corona in der Hand auf einem alten Kutter, fast unter der Harbour Bridge, mit einem noch besseren Blick auf meine aktuelle Heimtstadt.lag. Und eben mit einem Bier in der Hand. Erfahrung der Woche: Ich habe mich anfangs ja schon subtilst fuer die Verspaetungen meines Blogs entschuldigt, es ist allerdings umwerfend, was sich innerhalb so kurzer Zeit alles aendern kann. Eben alles. Nicht nur, dass ich mich schon wieder von Birte trenne, die unbedingt nach Melbourne will jetzt, sondern auch dass ich aus der Wohnung raus muss (was aber von Anfang an klar war), ans andere Ende von Sydney ziehe, weil ich da bei einem Freund umsonst in einem riesen grossen, abgefahrenen coolen Haus wohnen kann, was dem Strand meinen bisherigen UNterkuenften am naehsten kommt. Deshalb musste ich auch meinen Job kuendigen, bei dem ich so oder so nicht mehr genuegend Stunden kriegen konnte, weil es nach Weihnachten einfach unfassbar ruhig geworden war. Es hiess also wieder auf Jobsuche gehen, meine Lieblingsbeschaeftigung. Einge Trials (Probearbeiten) habe ich in der Tasche, sodass ich mir uebermorgen den bestbezaehltesten und stundenreichsten Job aussuchen kann. Oder auch zwei. Ausserdem hab ich jetzt noch meine letzte Erfahrung vor mir: das Leben nur mit Aussis. Ok, 3 Aussis, 1 Tasmanier und 1 Ammi. Aber immerhin. Ich halte euch auf dem Laufenden. Gute Nacht. Rest der Woche: Viele Lebewohl, von der schon schnell zur Heimat gewordenen Bondi Road, Birtes Schwestern, alten Arbeitskollegen und gewohnten Straenden geht es auf ins naechste Abenteuer. Es wird eben nicht langweilig. Erwaehnenswert ist sicherlich noch ein Ausflug nach Nelsons Bay bei Newcastle, wo riesige Sandduene die Landschaft zieren und dem schoenen Fraser Island wahrlich Konkurrenz machen. Mit meiner alten kanadischen Mitbewohnerin und ihren Freunden duesten wir im 4x4 den riesigen Sandkasten oder auch ueberdimensionalen Spielplatz entlang.
19.1.09 13:48


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Woche 19-20: 29.12.08-9.1.09

Vorwort: Auch diesmal melde ich mich mit einer "Wann-wie-und-wo- schreibe ich wohl meinen Blog" Geschichte zurueck. Wieder 4 Tage spaeter, aber mit der bis jetzt gemuetlichsten Lokation in der ich jemals revue passieren lassen konnte. Meinen "eigenen 4 Waenden" (Viele " und 4en fuer nur 2 Saetze), den geliehenen Laptop eines Freundes auf dem Schoss kann ich mir nun mal richtig Zeit dafuer nehmen und sogar darueber nachdenken was ich schreibe. Sonst sitzt mir immer die Zeit im Nacken, das Geld und mir droehnt irgendein eintoeniger Charthit in den Ohren, oder eine aufgebrachte Englaenderin die mit ihrer Mutter Skypt. Ich will die Erwartungen nun aber nicht so gross werden lassen, viielleicht sclaegt es sich ja nicht einmal mehr auf die velen Tipp und Rechtschreibfeeler aus die ich mache. Vielleicht kann ich gar kein Deutsch mehr und es bleibt fuer immer bei diesem fehlerhaften Deutsch. Ganz sicher jedoch hat sich klam und heimlich das "Vorwort" hier etabliert. Und das nach mehr als 4 Monaten.

Viech der Woche: Ein Hai. Ja das es einmal so gefaehrlich werden wuerde hatte ich gehofft. Deshalb existiert diese Rubrik ja ueberhaupt, wegen der Tiere die einem hier in Australien ueber den Weg laufen, krabbeln, schlaengeln, fliegen oder eben schwimmen. Letzten Sonntag war in Bronte Beach Hai Alarm. 2 Haie wurden gesichtet, was hiess: Alle Mann raus aus dem Wasser. Frauen und Kinder auch natuerlich. Nur nicht unbedingt zuerst.  Dann kam ein Helikopter und flog ein bisschen wirr ueber dem Meer hin und her, die Rettugsschwimmer troeteten mit ihren Trompeten und so gelang es ihnen wohl innerhalb weniger Sekunden die Zwei zu vertreiben. So muss es wohl gewesen sein, denn nach nur wenigen Sekunden befanden sich saemtliche Manner, Frauen und Kinder wieder froehlich, als waer nichts gewesen, im Wasser. Ich nicht, ich beobachtete dieses seltsame Verhalten von meinem sicheren Cafe aus, welches mir ohnehin momentan aeusserst selten Gelegenheit gibt mich in solche Gefahren zu begeben. So gehen die Australier jedenfalls mit ihren gefaehrlichen Landstieren um. Zeigen ihnen das sie unwillkommen sind und machen dann einfach so weiter wie bisher. Ignorieren ist auch fuer mich die einzige Option mit dem Wissen dieser Viecher zu leben. Leugnen wuerde ich sie aber vorsichtshalber nicht. Jedenfalls fuer einen naeheren Zeitraum von 24 Stunden nach Auftauchen. Und einem gehoerigen Sicherheitsabstand. Meine Krankenversicherung verlaengere ich jedenfalls auch mit Sicherheit.

Investition der Woche: Um die 140 $ fuer die Tickets fuer unseren Sylvester Event. Der Strand von Bondi Beach, Eric Prydz an den Turntables, das sollte uns der Spass doch wert sein. Schnell noch bei EBay Karten ersteigert und dann kammal wieder doch alles anders als geplant. Birte und ich mussten erstmal beide arbeiten. Ich am Tag vorher 12 und am 31. 8 STunden. Zum Glueck machten wir den Laden schon um 5 zu. Ich legte mich noch eine Stunde an den Strand, genoss mein Sylvestermahl, einen Falafelsalat (mein Lunch aus dem Cafe) im Sonnenuntergang und machte mich dann auf den Weg nach Hause, vorbei an diversen Dachterrassen auf denen schon fleissig gefeiert wurde. Zuhause schnell noch eine Flache Wein mit Birte und ihren Ueberraschungsgaesten, ihren beiden Schwestern und kurze Zeit spaeter befanden auch wir uns auf einer dieser besagten Dachterrassen. Naemlich bei unserem Freund Omar, den wir schon bei seinem Urlaub in Port Douglas kennengelernt hatten. Wir tranken selbstentworfenen Fruchtsaft und selbstgebrauten Wodka (oder destiliiert oder was auch immer) in seiner Kreativagentur und verquatschten uns. Um zehn vor 12 machte ich mich flott mit Birte auf den Weg, sodass wir uns so grade um 12 in den Armen liegen konnten und uns glueckseelig ein frohes Neues Jahr wuenschten. Das Feuerwerk war mehr als aermlich. Ein einziger Kracher moechte ich meinen. Na ja, haetten wir Feuerwerk gewollt waeren wir woanders hingegangen (unnoetig zu erwaehnen wohin). Krampfhaft versuchten wir noch den paar sms zu antworten die 10 Stunden zu frueh fuer die Verfasser geschickt wurden, dann nach nur einer Stunde oder so, traten wir den Heimmarsch an. Sagen wir, das Selbstgebraute hatte seine Wirkung getan. Trotzdem war es eines meiner schoensten Sylvester. Ich habe auch keine Vorsaetze. Wofuer auch. Ich bin gluecklich! So gluecklich das ich nicht mal merke das bei einem Event fuer das ich 140 $ gezahlt habe der Hauptact gar nicht stattgefunden hat. Auch am naechsten Tag als der Alkohol als Grund ausgeschlossen werden konnte war mir das Geld egal. Geld ist nur Mittel zum Zweck. Und den hatte es an dem Abend ja erfuellt. Nur eben anders als gedacht.

Erfahrung der Woche: Es ist tatsaechlich moeglich, dass die Zeit noch schneller vergeht als sie es ohnehin schon tut. Dann naemlich wenn andere Leute hierher zu Besuch kommen. Sie haben 3 Wochen Zeit, die sich fuer mich wie eine Woche anfuehlen die Armen. Zurueck will eigentlich nie jemand. Kein Wunder. Man lebt hier echt einen Traum, das wird einem erstmal dann wieder wunderbar deutlich. Dann bleibt man nach seinen acht Stunden im Strandcafe stehen, haelt den Atem an, saugt die warme Luft in sich ein, den Duft nach einer Pflanze die irgendwie nach Freiheit riecht, nach Sonnenuntergang, dazu der Geruch nach Meer. Und erst dieser Blick. Man ist gluecklich, wiess man hat alles richtig gemacht und freut sich sich auf die naechsten 3 Monate. Die wenn man ehrlich ist nur noch 2 1/2 sind. Nicht mal. Und sie werden auch mir vergehen wie im Fluge. Also werde ich noch oefter stehen bleiben und geniessen.

Beobachtung der Woche: Wenn man dann da so steht und dieses Gefuehl von Freiheit verspuert, dann fragt man sich, ist es moeglich sein Leben lang so zu fuehlen? Ist man ehrlich und denkt man ein bisschen unromantischer darueber nach, muss man sich schon eingestehen, dass man jegliche Verantwortung fuer diesen Aufenthalt abgestellt hat. Jedenfalls hat man keinerlei Verpflichtungen, ausser puenktlich bei der Arbeit zu erscheinen, wenn man denn gerade arbeitet und nicht reist. Wenn man es nicht schafft sucht man sich eben einen neuen Job. Das sage ich nur um zu verdeutlichen wie wenige Sorgen man sich machen muss. Als ich sagte ich habekeinerlei Vorsaetze fuers Neue Jahr habe ich gelogen (in dem Wissen, ich wuerde diese Luege nun sofort berichtigen). Einen Vorsatz habe ich: Dieses sorglose Gefuehl von Glueck mit in mein echtes Leben, ausserhalb dieser "No worries" Seifenblase mitnehmen zu koennen. Ich frage mich nur, ob das ueberhaupt moeglich ist in einer Gesellschaft wie wir sie in Deutschland haben, wo sich alles um Karriere und materielle Werte handelt. Das erste Mal in meinem Leben denke ich ueberhaupt darueber nach, ob das alles so richtig ist. Sollte man nicht immer ein Leben fuehren, in dem man so gluecklich ist? Arbeiten wenn man das Geld braucht, reisen wenn man die Sehnsucht verspuehrt? Das Geld reicht allemale fuer diesen Lebensstandart. Welche Sicherheiten brauche ich denn ausser einer Krankenversicherung? Doch eigentlich nur die eigene Sicherheit, dass ich etwas tue, jeden Tag, was mich gluecklich macht. Wer braucht Karriere sprich Geld, wenn er keine Zeit zum geniessen hat, zum gluecklich sein. Den Job den ich mache wenn ich wiederkomme mag ich und er macht Spass. Dennoch werde ich den groessten Teil meines Lebens mit Arbeiten verbringen. Von Morgens bis Abends, vergleichsweise wenig Zeit fuer Familie, Freunde, Hobbies - Freiheit eben. So erfuellend Arbeit auch sein mag, Zeit ist zu wertvoll. Leider sind die Leute in Deutschland anders gepolt. Das Wetter macht viel aus, gut. Klar ist es leichter Morgens gut gelaunt zur Arbeit zu kommen wenn die Sonne scheint, man sich auf eine BBQ mit Freunden am Strand freut. Aber das ist nicht alles. Ich war auch vorher mehr gluecklich mit meinem Leben, auch mit dem Alltag. Dennoch weiss ich, dass ich nun noch einiges mehr vom Leben erwarte als vorher. Gut, ueberhaupt mal ueber diese Dinge nachzudenken und zu wissen wie es noch sein kann und was man will.

Rest der Woche: Ziemlich hart gearbeitet habe ich die letzten Tage. Jetzt habe ich endlich mal 2 Tage Zeit. Trotzdem schaffe ich es mindestens einmal am Tag zum Strand. Meinen Kredit koennet ich auch endlich abbezaehlen, wenn das nervtoetende Internetbanking mal funktionieren wuerde. Jetzt kann es ans Sparen fuer den naechsten Trip gehen. Birte und ich waren ausserdem echt versucht einen VW Bully zu kaufen der fuer 2500 angeboten wurde. Da es mehr als unclever gewesen waere, weil wir in naechster Zeit viel fliegend das Land bereisen werden, liessen wir es schweren Herzens, obwohl er mehr als perfekt fuer 3 Maedles in Australien gewesen waere. Ausserdem war ich noch auf einem Hives Konzert, fuer das ich die Tickets verueckter Weise umsonst gekriegt hatte, als ich mir ein paar Puma Schuhe kaufte (nicht nur ausschlieslich wegen des Konzerts...mitlerweile liebe ich sie richtig). Dann besuchte ich an unserem freien gemeinsamen Tag Omar in Manly, einem wunderschoenen Vorort von Sydney, zu dem man nur mit einer Fahere gelangt. Langsam muessen wir uns auch mal wieder mit unserem Umzug beschaftigen und uns ueberlegen wo wir unseren naechsten Monat in Sydney wohnen werden. Billiger als jetzt gehts nicht? Denkste, koennten bei einem Arbeitskollegen fuer 70 $ die Woche wohnen. Mal sehen was sich da so ergibt. Haben ja bis jetzt immer Glueck gehabt. Und zum Glueck bin ich sicher dass dies auch weiterhin so bleibt...

 

 Es sind zwei Dinge die mir fehlen und die diese Theorie wackeln lassen. Ich brauche einen anspruchsvollen Job der mich fordert-aber den kann ich auch in einem solchen Land finden

 

 

9.1.09 05:53


Woche 17-18: 18.12-28.12 im Jahre 2008

Vorwort: Vielleicht sollte ich ja eine neue Kategorie erfinden. Das Vorwort. Jedes Mal, gut, fast jedes Mal wenn ich diesen Blog schreiben will, hat das ganze eine fast wahnsinnige Vorgeschichte. Nicht nur das ich mich seit  4 Tagen mit Selbsbetrug und Ausreden immer wieder dazu durchringe das Verfassen des Blogs doch noch einen Tag herrauszuzoegern macht mich fast verrueckt, auch die Tatasache das einem wahre Felsbloecke in den Weg gelegt werden wenn man dann schon extra viel frueher aufsteht um vor der Arbeite dann endlich mal wieder ellen lange Saetze zu fomulieren die dann die Daheimgebliebenen bespassen sollen. So auch heute: Mit noch 3 $ Barem in der Tasche musste ich mich also in aller Herrgottsfruehe (9 Uhr) auf den Weg machen um ersteinmal Geld zu besorgen. Da meine Kreditkarte gnadenlos ueberlastet ist, kam nur noch mein Australisches Konto in Frage. Ich hatte die clevere Idee nicht stundenlang durch die Strassen zu irren um eine Commonwealt Bank zu suchen, sondern zu einem Kiosk zu gehen, ein 10er Busticket zu kaufen und dabei Cash Out zu kriegen. Das macht man hier naemlich so. Man geht einkaufen und wenn man dann noch etwas Geld fuers Portmonee (eins dieser Worte wo ich nicht den Ansatz einer Ahnung habe wie man es schreibt) braucht, kann man es gleich mit auszahlen lassen. Ich fragte also ob das ginge. "Ja ja" war die Antwort. Weniger genau konnten die Herrschaften mich allerdings mit den verschiedensten Bustickets beraten. Circa 10 MInuten meiner kostbarsten Zeit hoerte ich mir also sich immer wieder wiedersprechende Informationen an. Also ich dann meine 5 $ Cash Out wollten hiess es dann: Nein das geht nicht. Die Commonwealth Bank war dierekt um die Ecke...Jetzt sitze ich hier jedenfalls in einem Internet Cafe, als Bildschirmschoner Bondi Beach in voller Pracht. Und hebe ich meinen Blicke, sehe ich genau das gleiche Bild in Echt. Toll. Und zum Glueck habe ich jetzt auch wieder Lust von meinen letzten 1 1/5 Wochen zu berichten. Ach ja, der Blog erscheint dieses Mal auf Grund der Feiertage 4 Tage verspaetet. Das ist ja wohl klar.

Viech der Woche: Die Kakerlake.Ich muss mich leider wiederholen und dieses ausserst haessliche Tier 2 mal kueren. Ausgerechnet dieses. Nun ja. Am 23.12 bezog ich eben mit Birte, die endlich auch aus Thailand wieder eingeflogen war, ein huebsches Appartment in Bondi. Es ist eine Wohnung einer Freundin von Nils, die fuer einen Monat in Neuseeland bei ihrer Familie ist und wie nun so lange in ihrer Bude leben koennen. Nur das ich mit Birte eben noch ein paar weitere, wohl eben unangenehme Nachbarn habe. Keine menschlichen, davon wuesste ich nichts, eben Kakerlaken. Zum Glueck sind es laecherlich kleine Exemplare, aber das reicht schon. Das toetliche Spray fuer die ungewollten Mitbewohner steht jedenfalls immer in Griffweite, denn anfassen wuerde keiner von uns Beiden wohl jemals eine von ihnen. Und ein Gutes hat es auch noch dass sie hin und wieder vorbeischauen: Auf ganz wunderlicher Weise helfen sie uns regelmaessig abzuwaschen. Und jetzt wo wir auch mal wieder unsere Koffer auspacken konnten, in unsere eigenen Kueche kochen und nach 12 Naechten auf dem Boden endlich mal wieder in einem Bett schlafen konnten, ist man darueber erstmal so froh, das man sich von ein paar laecherlichen Krabbelviechern ja wohl nicht die Laune verderben laesst. Ausserdem, ich glaube kaum dass ich das sage: Man gewoehnt sich an alles. Und jeden.

Investition der Woche: Weil ich das Appartment, das wir direkt am Anfang mit 400$ fuer den Monat abbezahlten, ja nun schon erwaehnte, will ich doch mal von dem Tag berichten, an dem Geld mal keine Rolle spielen sollte - Weihnachten. Das Fest an sich soll in der Erfahrung der Woche noch weiter erlaeutert werden, da es sicherlich einen jeden brennend interessieren wird wie das denn hier so war. Aber Geduld, ersteinmal gehe ich nun auf die Finanzen ein. Das meiste Geld floss jedenfalls diese Woche in Birtes und mein Weihnachtsessen, eine Speise, die wohl der Traum eines jeden Kindes ist. Und ein bisschen so fuehlten wir uns auch. WIr gingen in den Supermarkt und gingen zusammen durch die Gaenge (vorzugsweise durch die Suesswarenabteilung) und packten alles ein worauf wir im Laufe das Abends auch nur Ansatzweise Lust bekommen koennten: Gummizeug, Schokoladen (diverser Art), Chips, Nachos, Vanillesosse, etc etc. Das eigentliche Menue soll dann spaeter beschrieben werden. Etwas Geld wurde dann auch noch in 4 sorgfaeltigst auserwaehlter DVD's die uns den Abend perfekt machen sollten. "Big Fish" tat es dann auch. Und wirklich teuer war es am Ende auch nicht. Ausserdem verhinderten Bauchschmerzen schon nach einem ordentlichen Eiscreme Fruehstueck, dass auch durch den tag hindurch Geld in Donuts, Eis und anderes investiert wurde.

Beobachtung der Woche: Hier wollen wir mal ein bisschen philosophsich werden. Es ist der absolute Wahnsinn, welchen Einfluss der Boss auf seine Mitarbeiter hat - und damit meine ich nicht, das er sie jederzeit feuern kann. Ist der Boss selbst ein grosszuegiger Mensch, der um das Wohl seiner Gaeste UND Mitarbeiter besorgt ist, uebertraegt sich das eins zu eins auf das Verhalten des Mitarbeiters. Ist es dem Mitarbeiter zum Beispiel erlaubt auch auf die Gefahr einer so genannten Zeitverschwendung etwas laenger mit den Gaetsen plaudert anstellte ein zehntes Mal die Theke zu wischen, darf er zwischendurch Saefte, Milchshakes, etc trinken, wird er regelrecht gezwungen Eiscreme zu essen und kriegt er eine blendende Mahlzeit seiner Wahl vom Menue, dann ist es recht wahrscheinlich, dass er unglaublich gerne zur Arbeit kommt, seine Bosse seine Freunde werden und die Gaeste wegen einem wiederkommen. Es gibt nichts schoeneres kleinen Kindern ein bisschen Eis zu schenken und ihre strahlenden Augen zu beobachten. Es gibt nichts schoeneres auch noch zu wissen, dass der Boss es einem erlaubt. Dann fangt man auch bestimmt nicht an seinen Boss in unverschaemten Masse an zu beklauen. Das war Management Teil Eins und jeder Leser dieses Onlinekurses schuldet mir jetzt 100$ die bitte unverzueglich auf mein Konto zu ueberweisen sind.

Ort der Woche: Mittwoch, der 24. Dezember, 16 Uhr australischer zentral Standartzeit, ein Cafe vorm Opernhaus in Sydney. Ausserdem mit einem prachtvollen Blick auf den Hafen und die Harbourbridge. Dort nahm ich mit Birte einen Weihnachtstee ein. Einen komischeren Ort fuer einen Weihnachtsnachmittag kann ich mir kaum denken. Vielleicht noch die zerkluefteten Taeler des Jebel Uwaynat.

Erfahrung der Woche: Weihnachten in Australien also. Gestern bemerkte ich, dass dieses Weihnachtsfest, welches ja sowieso schon voellig anders war als alles was ich je zelebriert habe, auch noch zeitlich ganz anders war. Fangen wir mal vorne an: Es begann mit einer Arte Weihachtsbaeckerei am 13.12 um circa 21.30, da ja vorerst mal noch gearbeitet werden musste. Es gab also Choclate-Hazelnut Muffins. Als diese fertig waren, konnten Birte und ich uns gerade noch dazu durchringen einen zu probieren, weil uns schon so schlecht war, von den ganzen Teilchen, die Birte von ihrer Arbeit in der deutschen Baeckerei mitgebracht hatte. Mit klagenden Baeuchen lagen wir auf der Couch und begannen einen der besten Filme die ein Mensch wohl jemals sah: Into the wild. (AdRbitte gucken) Trotzdem macht so ein Haufen Essen ja muede und der Film musste in der Mitte unterbrochen werden. Der 24.12 begann mit einem Tee im Bett, dann wurde uebergesiedelt ins Wohnzimmer, wo der Rest des Films gesehen wurde und ein,zwei Muffins gefruehstueckt wurden. Dann ging es los zum Bronte Pistachio, dem Cafe wo ich arbeite. Dort gab es erstmal ein herzhaftes Fruehstueck a la carte, dann als Hauptspeise selbstgemachtes Gelato vom Chef, aufgemotzt mit Oreo Keksen von Lena. Mit Bauchschmerzen ging es dann zur Oxford Street zum Bummeln, dann zum Circular Quay zur Habrourbridge und Opera House, wo Birte mit Nikolausmuetzen Fotos schiessen wollte. Das machte ich auch  nur mit, da es auf der von uns vorher verfassten Weihnachtswunschliste stand. Abwechselnd hatten wir dort unsere Wuensche fuer den den Tag aufgelistet. Nach der oben genannten Einkaufssession und der ellenlangen DVD Wahl ging es dann zurueck in unse geliehenes Heim. Zur Vorspeise gab es eine von Birte zusammengestellte Pizza, dann als Hauptgang uberbackene Nacho Chips mit Guacamole, Jalapenos, eben allem drum und dran. Nachspeise waren Brataepfel und Muffins mit Vanillesosse, Schokolade und saure Erdbeerschlangen. Paradisisch. Abendunterhaltung war "Big Fish". Das Weinachtsfest nahm fuer mich am naechsten Tag seinen Lauf, als ich bei der Arbeit ungefaehr 300 Leuten 5000 mal Merry Christmas wuenschte. Danach gab es ein richtiges Weihnachtsessen mit meiner Zweitfamilie von der Arbeit. An einer langen tafel wurde mit Blick auf den Bronte Beach aufgetischt und neben einem sehr leckeren Wein gab es eine kleine Bescherung und viele interessante Gespraeche. Danach waren dann die Weihnachtstelefonate mit Familie und Freunden dran, die ebenfalls sehr weihnachtlich waren. Am naechsten Tag war dann ebenfalls Weihnachten. Clara und Chris kamen aus Melbourne wieder und Abends im Club war wieder Bescherung angesagt. Am naechsten Abend wieder Weihnachtsessen. Unglaublich leckeres indisches Essen mit Clara und Chris mit Blick auf Darling Harbour und anschliessendem Ausgehen vom Feinsten. Ein herrlicher Abend, doch noch nicht das Ende meines Weihnachtsfestes. Man stellt sich ja vor, der Weihnachtsmann kaeme hier auf dem Surfbrett. Fuer mich stimmte das so fast. Nils kam auf dem Weg zum Surfen bei mir vorbei und brachte mir das Weihnachtspaket meiner Familie. Mit den sich darin befindlichen Keksen und Briefen ging ich runter zum Strand und las die leckersten Weihnachtskekse schmatzend die liebsten Worte meiner Familie. So endete am 28.12 um 9.30 mein Weihnachtsfest. Die verschiedensten Formen eines Weihnachtsfest wohl mitgenommen. Weihnachtsstimmung kam jedenfalls trotzdem irgendwie nicht auf so ganz ohne dekorierter Haeuser und staendiger Weihnachtsmusik. Ich freue mich schon wieder wahnsinnig auf Weihnachten. Das Klassische.

Rest der Woche: Wenn man aufgrund eines 4-taegigen Weihnachtsfestes nicht dazu kommt seiner Pflicht des Blogschreibens nachzugehen, dann ist auch einiges passiert. Hier die Woche in Kurzform: Wiedervereinigung mit Birte, neue Wohnung, surfen am Bondi Beach und die Feststellung mal wieder Trainieren zu muessen, eine nette Krefelderin bei einer Ausstellung in Sydney, ein super neuer Lifestyle (aus Arbeiten, Freunden,Strand und Sonne), eine wiedergetroffene Freundin aus Port Douglas (die Kanadische Mitbewohnerin), endlich wieder Geld in der Tasche (jetzt heisst es erstmal Schadensbegrenzung), einem geklauten Rad (ja unglaublicher Weise wurde mir mein von Nils geliehenes Rad waehrend der Arbeit gestohlen. Warum nicht noch mehr finanzielle Probleme?), ein bisschen Shoppen, einigen guten Filmen und Phylosophien.

Alles in Allem eine super Zeit, das erste Mal jedoch, das ich ueberhaupt dachte, wie ich mich wohl jemals von diesem Lifestyle wieder trennen soll, bzw trennen koennen soll. Gut nur, dass ich mich auf die Dinge die mich zuhause erwarten einfach noch mehr freue. 

29.12.08 00:35


Woche 16: 10.12-17.12.2008

Viech der Woche: A massive spider. Da wusste ich dann auch ruck zuck, dass ich wieder zurueck in good old Australia bin. Nachdem ich erst kurz gedacht hatte ich waere aus Versehen, oder dank meiner seher unzuverlaessigen Sehkraft (zum Verstaendinis siehe Investition der Woche) irgendwo anders gelandet, da es am Tag nach meiner Landung bei unverschaemt kalten 18 Grad den ganzen Tag goß, war ich nach diesem Vorfall zumindes wieder sicher zurueck in Australien zu sein. Da saß ich also mit Clara (endlich mal wieder einer Bekannten der obersten Schublade (zum Verstaendnis siehe letzten Blogeintrag)) auf einer Bank mitten in Sydney um mit einer Flasche Rotwein ihren Geburtstag ausklingen zu lassen, da ging eine voellig fremde, weibliche Person mit viel besseren Augen als den meinigen an uns vorbei und ließ im Vorbeigehen mal eben fallen, dass sich hinter uns eine große Spinne befinden wuerde. Yeah right. Als sie allerdings stehen blieb um in einem der Groesse der Spinne angemesseneren Tonfall darauf zu beharren, drehte ich mich dann doch mal um. Da saß tatsaechlich ein recht beachtlich Exemplar auf der Mauer hinter Clara. Der Abend nahm damit ein jaehes Ende, obwohl man ja nie weiss ob diese angeberisch grossen Spinnen nur so gefaherlich tun, oder ob sie einen am Ende nicht doch fressen koennen. Jetzt heißt es also wieder aufgepasst, bei Schritt und Tritt und Sitz.

 Investition der Woche: Ich muss gestehen ich habe schon ueberlegt, ob ich diese Geschichte unter dem Mantel der Verschwiegenheit verstecken moechte, mich dann aber dazu entschlossen ein bisschen Freude mit diesem mir passierten Malheur zu verbreiten, ja vielleicht dem fleissigen Leser dazu zu verhelfen, dass ihm ein solches Missgeschick dadurch erspart bleibe. 75 NZ$ war also diese erwaehnenswerte Investition. Und zwar wurde dieses Geld in ein Hotelzimmer invstiert. Jetzt wird man sich wundern, warum plötzlich dieser Luxus? Aber ich hole mal weiter aus, des Verstaendnisses wegen. Meine Zeit in Neuseeland war also im Fluge vergangen und den selbigen musste ich nun auch wieder antreten um trockenen Fußes zurueck nach Australien zu gelangen. Um 5 Uhr sollte er Auckland verlassen und mich nach Sydney bringen. Eine unmenschliche Uhrzeit die es nicht lohnend machte eine halbe Nacht im Hostel zu bezahlen. Also um 22 Uhr mit dem letzten Shuttle Bus zum Flughafen, vielleicht ein bisschen doesend auf den Flieger warten. Gesagt getan. Um 23 Uhr stand ich dann an dem recht menschenleeren Flughafen und versuchte recht lange meinen Flieger auf der Anzeigetafel ausfindig zu machen. Es gelang mir nicht, also wendete ich mich an die schlafrige Emirates Angestellte die mir dann offenbarte, das Emirates ausschliesslich Nachmittags fliege. Schlecht informiert ist die, dachte ich mir noch, dann daemmerte es mir auch schon. Nicht 5 am sondern 5 pm war hier gemeint. Na wunderbar. 5 heisst bei mir 5 sonst bitte 17. Da stand ich also-und fing an zu grinsen, immer breiter, bis ich schliesslich lachen musste. Was nun? Erst wollte ich mich bestrafen fuer meine Blindheit und am Flugfafen bleiben. 18 Stunden waren dann aber selbst mir, dem Sparfuchs zu lang. Als ich versuchte noch einen Airport Shuttel zurueck in die City zu kriegen, der seit einer Stunde nicht mehr fuhr, buchten mich die hilfsbereiten Kiwis flott in ein Airport Hotel ein. Zu schnell um zu verneinen, war ich dann auch schon im Hotel angekommen. Und verbrachte eine Nacht in dem mit Abstand schoensten und luxuriösestem Zimmer meiner gesamten Reise und erholte mich mit Tv, Dusche und Doppelbett mal so richtig. Gezwungener Maßen. Eine nicht ganz gewollte Investiton, aber mit Sicherheit eine einmalige.

Beobachtung der Woche: Die fuehren doch da was im Schilde die Asutralier mit ihren Bussen in Sydney. Anders kann ich mir kaum erklaeren, warum dieses System was keines ist, so kompliziert ist. Man stelle sich mal vor, man steigt in einen Bus. Wenn man ihn denn findet, denn wo er her kommt, wo er haelt und hin fahert weiss nur der Busfahrer und mit etwas Glueck der Einheimische. Dann muss man erstmal fragen wohin er faehrt und dann dem Fahrer ganz genau bechreiben wo man aussteigen will, sonst kann man alles sofort vergessen. Wenn man Glueck hat kann der Fahrer Englisch. Wenn nicht steigt jemand mit dir aus und hlft dir dann zu Fuß dein Ziel zu erreichen. Das ganze Unterfangen ist jedenfalls stets mit viel Fragen verbunden. Und genau das bringt mich zu meiner Vermutung. Es muss sich hier um eine sehr subtile Strategie handeln um Touries anzumachen oder zumindest kennenzulernen. Wenn man ankommen will wo man hin will, muss man jedenfalls immer die Hilfe eines Australiers in Anspruch nehmen. Ich will nicht wissen wieviele Kinder und Ehen schon aus diesen Bekanntschaften hervorgegangen sind. Hunderte hilflose Touristen die jährlich einem Australier aus Dank fuer ihre Hilfe um den Hals fallen. Ich bin noch nicht ohne Fragen Bus gafahren. Aber zum Glueck habe ich ja schnell durchschaut was die damit im Schlde fuehren.

Ort der Woche: Bondi Beach. Er sieht nicht so legendaer aus wie ich dachte. Erst dachte ich ja er waere es gar nicht. Klein ist er, schoen, durchaus, aber die Promenade ist recht schaebig. Irgendwie aber doch so wie man sich ihn vorstellt: Voll mit Surfern, Rettungsschwimmern, druchtrainierten Maennlein und Weiblein, sehr vielen schoenen und sehr vielen peinlichen Menchen. Im Moment wohne ich ungefaehr 20 Meter entfernt die Strasse hoch. So nah habe ich noch nie am Strand gewohnt. Und Bondi ist eben Bondi.

Erfahrung der Woche: Das ich mittlerweile tatsaechlch anfange darueber zu lachen wenn etwas schief laeuft. Irgendwie laesst sich alles loesen und klaeren. Dann bezahlt man eben mit Geld das man nicht hat ein Hotelzimmer was man nicht brauchen wuerde. Am wenigsten lohnt es sich, sich zu aergern, das bringt einen doch nicht weiter. Macht einen wohlmoeglich nur noch blinder als man gegebenfals sowieso schon ist.

Rest der Woche: Der bestand aus vielen BBQs In Coogie Beach, Bronte Beach und Bondi, ein wenig feiern, einigen Kaffees mit Clara und Chris, einem abendlichen Surfausflug in die Gewaesser des Bondi Beaches, einem neuen Job in einer Strandbar in Bronte (mit Blick auf die groessten Wellen die ich je live gesehen habe) in der ich 15$ die Stunde cash verdiene und mich super wohl fuehle (was an der home made icecream liegen koennte) und der Vorfreude auf Birte die morgen landet. Das in einer Woche Weihnachten ist merkt man kein bisschen und das ist auch ganz gut so. Sonst wohne ich im Moment bei Nils. Mit ihm lief es ausnahmsweise mal andersrum. Ein Freund stellte uns bei Facebook vor, da wir Jung von Matt und Sydney gemeinsam haben und aus einer reinen Facebook Bekanntschaft ist nun eine sehr nette, reale Bekanntschaft geworden. Es geht mir also mal wieder, nach wie vor, ausgezeichnet.

 

17.12.08 13:49


Woche 15: 3.12-9.12.08

Viech der Woche: Die Seerobbe. Oder Seehund. Oder Seeloewe. Unterscheiden die sich eigentlich irgendwie voneinander? Wer weiss das schon so genau. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass es diese hier gibt wie Sand am Meer. Ausgesprochen passender Vergleich in diesem Zusammenhang. Schon verrueckt jedenfalls, anfangs freute man sich immer noch wie verrueckt wenn man mal ein Tier sah, was man sonst nur im Zoo sieht. An diesen Meeresbewohner gewoehnte man sich fast. Gut, zugegebenermassen habe ich mich in Kaikoura auf eine 5 Stunden Wanderung begeben um sie ein wenig zu beobachten und wurde was die Seals anging dann ein weing entaeuscht, weil die versprochene Kolonie die das Ziel meines Ausflugs werden sollte nur aus einer einzigen Robbe bestand. Einer sehr dicken udn faulen allerdings. Als ich nach circa 2 Stunden an den Punkt der Kolonie zurueckkehrte (inzwischen hatte ich 2 weitere entdecken koennen, eine weit verstreute Familie muss das wohl sein), lag sie immer noch einsam und verlassen da. Scheinbar sah man mir die mittlerweile immense Seehund-Erfahrung an, denn gleich zweimal wurde ich von Fremden aufgesucht, die Informationen ueber die Dichte der Population jener Kolonie bei mir einholen wollte. Die zweite Person war eine etwas schrullige und sehr schwerhoerige alte englische Dame wie sie im Buche steht . Dafuer nahm sie mich mit zurueck in die "Zivilisation" und ersparte mir, dass aus dem 5 Stunden Walk ein 6 1/2 stuendiger wurde. Die naechsten Tage sah ich jedenfalls haufenweise Robben oder Hunde oder Loewen der See. Allein beim vorrueber fahren. Die 5 Stunden waren jedoch keine verschwendete Zeit. Die Landschaft war aeusserst schottisch und herrlich. Verallgemeinert laesst sich ueber diese Seeviecher jedenfalls sagen: entweder sie aalen sich in der Sonne (was irgendwie menschlich aussieht) oder sie bekaempfen sich und bruellen sich an. Sicher haengt das irgendwie zusammen. Ist schliesslich anstrengend immer so rumzugroehlen, denk ich mir.

Investition der Woche: Unspektakulaere 28$ fuer ein Hostelzimmer. Ist auch eine Erfahrung moechte ich meinen, einfach gar kein Geld mehr auszugeben, seine Essensvorraete aufzubrauchen (was ich zwecks Abreise ja eh muss) und auf hoechster (oder niedrigster?) Sparflamme zu leben. Ich stelle fest, das macht mir gar nichts. Schon schwer manchmal auf einen Kaffe oder eine Tuete Cookies zu verzichten. Sind aber Luxusgueter in diesen Tagen und man kann darauf verzichten (aber nur wenn man muss). Insgesamt merkt man beim Reisen, welch kleine Sachen einem so fehlen, die daheim voellig allgegenwaertig sind. Vielleicht fange ich mal an ein Menue zusammen zu stellen, das mir irgendwer (wahrscheinlich meine Muter) kochen muss wenn ich wieder zurueck bin. Vielleicht besteht es aus drei verschiedenen Dessertgaengen? All you can eat selbsredend.

Beobachtung der Woche: Es ist schon seltsam. Vor ein paar Tagen bemerkte ich etwas, das ich heute in Zusammenarbeit mit einer englischen Bekanntschaft, zu einer Studie verfollstaendigen konnte: Reisefreunde und Bekanntschaften lassen sich in gewisse Kategorien einteilen, in Schubladen stecken. Da ist einmal der optimale Fall, der Volltreffer. Eine Person die tatsaechlich zu einem Freund wird. Man spricht ueber tiefgruendiges, persoenliches, geniesst die Gegenwart des anderen so oft es geht und ist ernsthaft traurig wenn es dann zu dem Punkt kommt wenn man sich wieder trennen muss. Aber zum Glueck gibt es ja Facebook. Da es ein Volltreffer war bleibt man auch weiterhin in Kontakt, trifft sich sicherlich ein zweites Mal beim Reisen, oder im Heimatland des anderen. Das leitet ueber zu dem semioptimalen Fall: Man versteht sich blendend, hat eine gute Zeit, tauscht zwar Namen aus, wird offiziell zu Freunden per Facebook, hoert aber nie mehr etwas voneinander, weil der Name irgendwo unter den woechentlich neu hinzugefuegten Freunden untergeht. Der suboptimalste Fall ist, man versteht sich so lala, tauscht aber, vielleicht aus Hoeflichkeit oder weil man es eben so macht, Namen fuer Facebook aus. Auch in diesem Fall hoert man nichts mehr voneinander. Und es nervt irgendwie, das man sich bei Facebook als Freunde bezeichnet, weil man es eben gar nicht ist. Vielleicht sollte es dort eine Rubrik: "Leute die ich zwar kenne, nicht als Freunde bezeichne, aber aus Hoeflichkeit als solche akzepktiere" geben. Dann gibt es noch den 4. Fall. Auch dieser ist ein optimaler, irgendwie. So habe ich mich auf der Faehrueberfahrt 3 Stunden lang unglaublich gut mit einem englischen Radiomoderator unterhalten. Ein wirklich gutes Gespraech ueber Gott und die Welt. Hitler und Mao, Fahren auf der linken Spur und Lebenstraeumen. Und am Ende wuenscht man sich eine gute Reise und das wars. Jetzt mag man sich fragen, wieso ich das als optimal bezeichen. Weil eine wirklich gute Unterhaltung mehr wert ist als irgendein Name in einer Facebook Liste. UNd irgendwie behaelt man diese Leute eben besser in Erinnerung, wenn es der nette Typ von der Faehre ist und nicht irgendein Name in einer Onlinecommunity. Wieder sehen wird man sowieso nur die Leute aus Schublade Eins.

Ort der Woche: Eine Kirche namens Good Old Shepard. Nein ich bin nicht konvertiert oder gar verrueckt geworden. Aber dieser Ort hatte etwas so friedliches, was wohl daran lag, dass es eine klitze kleine Felskirche in aller Einsamkeit am Lake Tekapo (einem so tuerkisen See, dass er aussieht wie ein riesiger Swimmingpool), mit einem riesigen Fenster mit Blick auf eben jenen See und dem dahinter liegenen hoechsten Berg Neuseelands, Mount Cook (3754 m. diente ausserdem Sir Edmunt Hillary als Trainingslager). Der Blick war so schoen, dass ich in dieser Kirche wenn es denn mal so kommen sollte, echt gerne heiraten wuerde. Andererseits vielleicht keine gute Idee, weil dann alle (ausser der Pfarrer, der sich vielleicht schon an den Blick gewoehnt hat) die ganze Zeit aus dem Fenster starren. Und das waere schliesslich sehr unhoeflich der Braut gegenueber.

Erfahrung der Woche: Der erste Spatziergang meines Lebens auf den ich alleine gegangen bin. (zur Seehundkolonie) Der erste Museumsbesuch auf den ich alleine gegangen bin (Christchurch. Er endete in einem Cafe mit einem Ammi, einem Kerl der in Schublade suboptimal einzuordnen ist, das Gespraech war semiinteressant), und einem Tag im Botanischen Garten (auch Christchurch). Und all das aus freien Stuecken. Manchmal ist es eben doch schoen alleine zu "reisen". Ausser meinen Joggingausfluegen auch die einzigen Sachen die ich tatsaechlich in dem ganzen Monat hier alleine gemacht habe. So viel zur Erfahrung des Alleinreisens.

Rest der Woche: Von Queenstown ging es fuer 3 Naechte (meinem laengsten Aufenthalt in ganz Neuseeland) in die britischste Stadt ausserhalb Britens-Christchurch. Mit Queenstwon definitiv die netteste Stadt in NZ. Danach ging es nach Kaikoura, dann Wellington, Taupo und zurueck nach Auckland. Jetzt bin ich wieder in dem gleichen Hostel in dem ich vorher war und der Monat war herrlich. Eine unglaublich gute Zeit, die ich nicht missen will. Ein Monat fuehlt aber sich mal wieder an wie zwei Wochen. So ist das eben wenn man seine Zeit sehr geniesst denke ich. Jetzt freue ich mich wieder auf Australien. Schnell Arbeit finden heisst es jetzt. Gute Freunde treffen die dort gluecklicherweise auf mich warten. Ich selbst werde dort wohl auf meine Schwester warten, die in genau 2 Monaten auch ihre Fuesse auf paradisieschen Boden setzten wird. Der naechste Abschnitt meiner Reise kann also morgen beginnen.

 

9.12.08 09:55


Woche 14: 26.11-2.12.08

Viech der Woche: Der Hirsch. Jetzt mag man sich fragen, was das denn soll. Schliesslich,
so denkt man sich, gibt es am anderen Ende der Welt ja wohl exotischere Tiere als einen Hirsch! Aber er gehoert zur
Geschichte Neuseelands und laesst die Kiwis recht gut aussehen, kreativ moechte ich es nennen.
Dieses recht triviale Wissen eignete ich mir doch tatsaechlcih wieder einmal bei einer dieser ueberfluessigen,
gezwungenen Aktivitaeten an. Als Herr Cook Neuseeland entdeckte, da fand er hier nichts weiter vor als weite,
grasbewachsene Natur. Hier wuchsen keine Delikatessen auf Baeumen wie etwa in Australien. Hier mussten die
Bewohner schon ein bisschen mehr Hand anlegen. Also begannen sie die Aecker zu bestellen und Tiere zu zuechten.
WIe man sich nun aufgrund der EInleitung zu denken vermag-auch Hirsche. Dummerweise auch Rehe. Denn zusammen fuehlten
sie sich so richtig wohl und begannen sich so sehr zu vermehren, dass sie alsbald zu einer wahren Bedrohung fuer die
Landschaft wurden. Hier kommt der kreative Kiwi ins Spiel, denn er musste gezwungenermassen versuchen die Viecher davon abhalten
sich so stark zu vermehren. Haette ich dieses Probelm loesen muessen, waere ich wohl zu erst auf eine Hirschkondom gekommen,
die Kiwis gingen das Problem weniger liebevoll an, sie begannen die Jagd. Die Art und Weise wie sie das anstellten wechselte fast
monatlich und fing mit der herkoemmlichen Jagd an, wie wir sie auch in Deutschland kennen. Schnell wurde das wandern und warten
in den Weiten Nueseelands allerdings zu anstrengend und man begann sie mit Helikoptern zu verfolgen (was uns imposant, mit reichlich Aktionmusik
unterlegt in dem 3/4 stuendigem Film dargeboten wurde). Als man dann irgendwann auf den Trichter kam, man koenne die Tiere auch noch auschlachten nachdem man sich abgeschlachtet
hatte, kletterte man geschwind aus dem Flieger und band die riesen Tiere daran fest und flog sie durch die Gegend. Nun kam die Tod oder Lebendig Methode ausser Mode und man wollte
sie auch noch lebendig. Von Gewehren mit Fischernetzen und Betaeubungsmitteln mochte ich die letzte Methode am liebsten: Wagemuetige, nicht gerade junge Kiwis sprangen aus dem Helikopter
auf die Hirsche und brachten sie zu Fall und wickelten sie dann in Netze. Ich bitte darum, sich das bildlich vorzustellen, da die DVd leider nicht kaeuflich war und mir nur uebrig bleibt
diese seltsame Jagdmethode mit Worten zu beschreiben. Stolz bekamen wir einen Nachrichtenausschnitt aus Amerika zu sehen, der zeigte, dass die Amis einmal sogar ein paar Kiwis einflogen,
die wiederrum mit ihrer Methode ein paar Elche umfliegen mussten. Hut ab, technisch vielleicht nicht unbedingt das neuste, aber an kreativitaet kaum zu uebertreffen.
Abschliessend bleibt zu sagen, das Problem wurde geloest, jetzt weiden die Hirsche friedich neben Kuh und Schaf auf einer Koppel. Und die neuseelaendischen Rehe werden nur noch von Hirschen besprungen.

Investition der Woche: Von Geld moechte ich eigentlich gar nicht sprechen. Auch meinen Kreditkarten Kontostand habe ich vorsorglich seit einer WOche nicht gecheckt ummir nicht meine
Laune zu verderben. Die letzten zwei gorssen Investitionen der Woche hatten es dann auch noch ordentlich in sich: 140$ fuer eine geleitete Gletscherwanderung und 159$ fuer einen Trip zum Milford SOund.
Beides allerdings Sachen, die man einmal in Neuseeland, auf keinen Fall verpassen kann. Milford Sound steht so ziemlich auf jeder Neuseeland To Do Liste an Platz 1. Zurecht.
Im Bus dorthin wurde uns ein Film von der Landschaft dort gezeigt. Ein Sound ist eine Art Fjord, der allerdings mit Gletscherwasser gefuellt wird. Davon gibt es 2 weltweit. Einmal hier und in Norwegen.
Genug zu den Fakten. Die Dvd war atemberaubend. Nie zuvor habe ich eine so schoene Landschaft gesehen. Eng verknueft ist dieser Trip dieses Mal mit der

Erfahrung der Woche: da ich eine recht kitschiges Gefuehl hatte. Das erstemal in meinem Leben realisierte ich, auf was fuer einem Planeten wir eigentlich leben. Das was ich da fuehlte war Stolz. Das erste Mal
war ich richtig froh darueber sehen zu koennen, hoeren, riechen, fueheln, so dass ich all das aufsaugen konnte was mich da umgab. Keine Sorge, ich werde weiterhin Fleisch essen, auch mal ein Bad nehmen und sicher
nicht all die Energie sparen die ich koennte. Nehme man es wie man wolle, ich werde weiterhin nicht die Gruenen waehlen, aber noch viel mehr reisen um mehr solcher Orte zu entdecken. Und das beste war, wenn man
 waehrend des Dokumentarfilms mal kurz rausschaute, sah man fast dieselbig Landschaft am Busfenster vorbeigleiten. Eines Tages komme ich wieder, mit mehr Zeit und Geld, damit ich den ganzen Fjordland National Park
bewandern kann.

Ort der Woche: Auch auf die Gefahr hin, dass es offensichtlich war: Milford Sound, Fjordland National Park, South Island, Mother Earth. Wenn ich versucht habe mir einen perfekten Ort vorzustellen, waren dort auf jeden Fall
Palmen, weisser Sand, tuerkises Wasser und Kokosnuesse zu finden. Erstaunlich dass es nun ein Ort ist, der nichts von alledem hat.

Beobachtung der Woche: Ich habe mein Glueck gefunden. Am anderen Ende der Welt stellte ich eines Tages fest, worauf es wirklich ankommt. Auf die Menschen meinem Leben. Nachdem ich einen Tag lang einen Durchhaenger hatte,
muede vom Ein-und Auschecken, immer neuen Gesichtern und wenig Schlaf und noch weniger Geld, hatte ich am naechsten Tag ein Gluecksgefuehl der besonderen Art. Verursacht dadurch, dass ich eine Mail von meiner Schwester hatte,
ein Telefonat mit meinen Eltern und meiner besten Freundin. Auch wenn ich alle meine liebsten Leute so sehr vermisse, ist es schnell geschafft zu spueren, dass man sie immer noch hat. Lasst euch gesagt sein:
Egal wie schoen hier alles ist, nirgendwo auf der Welt koennte es so schoen sein, das ich euch vergessen koennte oder aufhoeren wuerde euch zu vergessen.

Rest der Woche: Von Nelson ging es ueber Westport nach Lake Mahinapuha. Von dort nach Franz Josef wo ich den Glacier Hike machte und endlich mal wieder zwei Naechte im gleichen Bett verbrachte. Die zweite Nacht war recht unruhig,
da wir gleich zweimal von einem Feueralarm geweckt wurden. (Lustig zu beobachten, dass von dem ganzen Zeug was ich mit mir umherschleppe meine Kamera, meine Fotocds und zu letzt mein Portemonee alles waren, was ich vorm vermeindlichen
Feuer wirklich retten wollte. Von materiellem Wert ist tatsaechlich nur noch meine Kamera.) Nach 2 herrlichen Tagen mit Wandern, Saunen und relaxt in der Sonne liegen ging es dann nach Wanaka. Dort wandte ich endlich mal wieder
meine Lieblings-Erkundungsmethode an: joggen. Ich rannte in den Sonnenuntergang ueber Lake Wanaka, einem herrlichen kleinen Skiort. Danach ging es schliesslich nach Queenstown einer wunderschoenen Stadt, am zweit groessten See Neuseelands
gelegen. Queenstown ist mit Abstand meine Lieblingsstadt hier in Neuseeland. Leider hatte ich hier nur 2 Naechte. Macht aber nichts, da auf meiner kurzlich verfassten 100 Traeume die ich verwiklichen will-Liste steht: Milford Sound Walk.
Da kann ich dann auch etwas mehr Zeit in Queeny verbringen. Lustige Vorstellung dass ich dann wahrscheinlich schon alt und faltig bin. Aber nicht tatterig-sonst schaffe ich den 52 Kilometer Walk nicht mehr.

3.12.08 09:27


Woche 13: 18.11-25.11.2008

Viech der Woche: Ein deutsches Angora Kaninchen. Ich habe och nie ein so dickes Kanickel gesehen, ich war regelrecht schockiert. Nein, die Dinger hoppeln hier nicht in freier Wildbahn herum. Das waer auch zu schoen, denn so ein Wesen ist mal eben satte 2000 Dollar wert. Da waer es ja leicht verdientes Geld mal eben einen von denen einzufangen und danach ne Woche auf die Malediven zu fliegen. Ich bekam diese erstaunlich fetten, flauschigen Langohren in Waitomo zu sehen. Es war eine dieser Aktivitaeten, die es bei der Kiwi Experience fuer lau dazu gibt. Rabbit Shaving. Sich anzusehen, wie ein Fellknaeul rasiert wird hatte etwas so perferses, dass ich dafuer durchaus auch Geld gezahlt haette. Auf der anderen Seite macht es wunderbar klar, fuer welche Dinger der Kiwibus, neben den 3 taeglichen Supermarkt Stops sonst noch so anhaelt.

Investition der Woche: Den groessten Teil meines Geldes habe ich diese Woche fuer einen Ausflug zum Abel Tasman National Park ausgegeben und gleichzeitig eine gute Stange Geld gespart. Klingt paradox? Der vom Kiwibus organisierte Trip dort hin haette fuer 2 Tage 230 Dollar gekostet. Zu fuenft mieteten wir also ein Auto und fuhren selbst hin, buchten unser Hostel und das Wassertaxi was man dort braucht selbst und kamen mit 55 Dollar davon. Aber nur weil wir die 34 Dollar fuers Wassertaxi zurueckbekamen, da wir dasselbige leider wegen staerkstem Regen nicht nutzen konnten. Am ersten Tag konnten wir den angeblich atemberaubend schoenen Kuestenweg leider nicht entlangwandern, weil wir kein Wassertaxi reserviert hatten (ich erinnere aber nochmal an das gesparte Geld, einen Haken muss es ja bei so einer selbst organisierten Touren dann wohl geben). Wir buchten es also fuer den naechsten Tag und sahen uns die Pu Pu Springs an, die (ich sage mal angeblich) klarste Quelle der Welt. Das Wasser war tatsaechlich sehr sehr klar, aber die Kiwis behaupten aehnlich viel wie die Aussis, also belassen wir es mal bei einer sehr klaren Quelle. Das Hostel fuer den Abend war sehr gemuetlich und es war einfach herrlich mal wieder ohne den Kiwibus zu reisen und dort anzuhalten wo man will. Als es jedenfalls Abends anfing wie aus Kuebeln zu schuetten und es das auch noch am naechsten Morgen tat, konnte ich mein Unglueck kaum fassen. Schon die zweite Top Ten Sehenswuerdigkeit die ich in Neuseeland verpasste (die andere wegen dem liegen gebliebenenen Bus). Der Tag war trotzdem schoen mit den drei Englaender Jungs, die ihre wahre Freude mit den zwei deutschen Maedchen hatte. Noch schoener ist, das ich eben von unserem (endlich neuem) Busfahrer hoerte, dass circa eine Stunde nachdem wir den Park und den Ort Takaka verlassen hatten, dieser wegen einem Erdrutsch, der aufgrund des starken Regens die Strasse blockierte, unseren letztigen Aufenthaltsort von der Aussenwelt abschnitt. Glueck im Unglueck nennt man das wohl.

Beobachtung der Woche: Erst dachte ich ja, wie kann es sein, dass dieser ohnehin von mir verfluchte Kiwibus, uns staengig an so klitze kleinen Orten zum Uebernachten absetzt. Jetzt wo sich der Aerger gelueftet hat und ich etwas genauer nachdenke, faellt mir auf, dass es hier einfach nichts groesseres gibt. Auf einen Neuseelaender kommen hier 10 Schafe, an der Stadtausfahrt von Nelson steht die letzte Ampel bis nach Christchurch (um dahin zu kommen muss man die halbe Suedinsel umrunden und Queenstown, eine der grossen Staedte durchqueren), um nur 2 Beispiele zu nennen, die beweisen: Hier steht die Natur im Mittelpunkt. Und das zurecht. Ausserdem ist es beneidenswert zu sehen, wie hier die Kultur der Maoris aufrecht erhalten wird. Nicht nur das alles Strassenschilder stets ebenfalls auch in Maori den Weg weisen, bei jedem Rugby Spiel, fuehren die Spieler den Bush Haka auf. Einen alten Maori Kampftanz. Stellt man sich die deutsche Nationalelf vor, wie sie wie die Neandertaler uebers Feld huepfen, kann man sich das Gesicht des Deutschen vorstellen. Es waere von Pein gezeichnet. Hier kennen auch die besten Sportler des Landes keine Scham und eheren ihre Vorfahren und erhalten ihre Kultur auch in der Oeffentlichkeit mit Stolz am Leben, Beneidenswert.

Ort der Woche: Mordors Mount Doom, in Wirklichkeit Mount Ruapehu gennant. Den Drehort des Herr der Ringe konnte ich dann nach einem circa 3 Stuendigen, extrem steilen Kletteraktes bestaunen. 8 Stunden Wandern standen insgesamt auf dem Programm. Es war unwahrscheinlich anstrengend. Doch nachdem man den "Devils Staircaise" erklommen hatte, wurde man mit einer einzigartigen Landschaft belohnt. Durch Eis und Wind ging es an den 3 noch immer aktiven Vulkane des Tongariro National Parks vorbei. Tuerkis blaue Seen und rote Krater saeumten den Weg und machten die mueden Beine stumm. Ohne Frage nicht nur der Ort der Woche, sondern auch der Ort der gesamten Insel. Bis jetzt. Denn wie es heisst ist die Suedinsel sogar noch schoener. Und menschenleerer.

Erfahrung der Woche: Dieser Kiwibus hat mich veraendert.Und zwar hat er mich zu einem verfluchten japanischen Touristen gemacht. Ich steige in den BUs ein, steige aus wenn er anhaelt, mache ein Foto, oder auch zwei, von etwas ueber das ich nicht mal etwas nachgelesen habe, steige wieder ein und fahre zum naechsten Punkt. Immerhin strecke ich nicht auf den Fotos auf denen ich auch zu sehen bin nicht auch noch das Peace Zeichen in die Kamera. Und zum Glueck erfaehrt man doch immer irgendwie von den Sachen die sich lohnen. Dennoch habe ich rausgefunden, dass diese Arte des Reisens so gar nichts fuer mich ist. Ich brauche Unabhaengigkeit. Und Wissen uber den Ort den ich besichtige. Da ich keinen Reisefeuhrer besitzte, keinen Van und nur Kiwibus Freunde habe (dafuer aber Gute), werde ich mich damit abfinden und auch aufhoeren darueber zu schimpfen. Sayonara.

Rest der Woche: Neben jede Menge Aktivitaeten war es wieder eine super Woche. Viele neue, nette Leute (2 weitere ehemalige Bekanntschaften aus Australien wiedergetroffen), gemuetliche Hostels und andauernde schoenste Landschaft, geniesse ich meinen Aufenthalt in vollen Zuegen. Die Zeit schwindet nur so dahin und es ist tatsaechlich schon Halbzeit im Land der Hobbits angesagt. Es mag unglaubwurdig klingen, aber nach Australien habe ich tatsaechlich schon Heimweh. Vor allem ist es dann endlich wieder warm. Dort lassen Regenwolken allerdings auch nicht die Landschaft so schoen aussehen. Wo auch schon. Hier jedenfalls funktioniert es.

25.11.08 12:00


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