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Woche 13: 18.11-25.11.2008

Viech der Woche: Ein deutsches Angora Kaninchen. Ich habe och nie ein so dickes Kanickel gesehen, ich war regelrecht schockiert. Nein, die Dinger hoppeln hier nicht in freier Wildbahn herum. Das waer auch zu schoen, denn so ein Wesen ist mal eben satte 2000 Dollar wert. Da waer es ja leicht verdientes Geld mal eben einen von denen einzufangen und danach ne Woche auf die Malediven zu fliegen. Ich bekam diese erstaunlich fetten, flauschigen Langohren in Waitomo zu sehen. Es war eine dieser Aktivitaeten, die es bei der Kiwi Experience fuer lau dazu gibt. Rabbit Shaving. Sich anzusehen, wie ein Fellknaeul rasiert wird hatte etwas so perferses, dass ich dafuer durchaus auch Geld gezahlt haette. Auf der anderen Seite macht es wunderbar klar, fuer welche Dinger der Kiwibus, neben den 3 taeglichen Supermarkt Stops sonst noch so anhaelt.

Investition der Woche: Den groessten Teil meines Geldes habe ich diese Woche fuer einen Ausflug zum Abel Tasman National Park ausgegeben und gleichzeitig eine gute Stange Geld gespart. Klingt paradox? Der vom Kiwibus organisierte Trip dort hin haette fuer 2 Tage 230 Dollar gekostet. Zu fuenft mieteten wir also ein Auto und fuhren selbst hin, buchten unser Hostel und das Wassertaxi was man dort braucht selbst und kamen mit 55 Dollar davon. Aber nur weil wir die 34 Dollar fuers Wassertaxi zurueckbekamen, da wir dasselbige leider wegen staerkstem Regen nicht nutzen konnten. Am ersten Tag konnten wir den angeblich atemberaubend schoenen Kuestenweg leider nicht entlangwandern, weil wir kein Wassertaxi reserviert hatten (ich erinnere aber nochmal an das gesparte Geld, einen Haken muss es ja bei so einer selbst organisierten Touren dann wohl geben). Wir buchten es also fuer den naechsten Tag und sahen uns die Pu Pu Springs an, die (ich sage mal angeblich) klarste Quelle der Welt. Das Wasser war tatsaechlich sehr sehr klar, aber die Kiwis behaupten aehnlich viel wie die Aussis, also belassen wir es mal bei einer sehr klaren Quelle. Das Hostel fuer den Abend war sehr gemuetlich und es war einfach herrlich mal wieder ohne den Kiwibus zu reisen und dort anzuhalten wo man will. Als es jedenfalls Abends anfing wie aus Kuebeln zu schuetten und es das auch noch am naechsten Morgen tat, konnte ich mein Unglueck kaum fassen. Schon die zweite Top Ten Sehenswuerdigkeit die ich in Neuseeland verpasste (die andere wegen dem liegen gebliebenenen Bus). Der Tag war trotzdem schoen mit den drei Englaender Jungs, die ihre wahre Freude mit den zwei deutschen Maedchen hatte. Noch schoener ist, das ich eben von unserem (endlich neuem) Busfahrer hoerte, dass circa eine Stunde nachdem wir den Park und den Ort Takaka verlassen hatten, dieser wegen einem Erdrutsch, der aufgrund des starken Regens die Strasse blockierte, unseren letztigen Aufenthaltsort von der Aussenwelt abschnitt. Glueck im Unglueck nennt man das wohl.

Beobachtung der Woche: Erst dachte ich ja, wie kann es sein, dass dieser ohnehin von mir verfluchte Kiwibus, uns staengig an so klitze kleinen Orten zum Uebernachten absetzt. Jetzt wo sich der Aerger gelueftet hat und ich etwas genauer nachdenke, faellt mir auf, dass es hier einfach nichts groesseres gibt. Auf einen Neuseelaender kommen hier 10 Schafe, an der Stadtausfahrt von Nelson steht die letzte Ampel bis nach Christchurch (um dahin zu kommen muss man die halbe Suedinsel umrunden und Queenstown, eine der grossen Staedte durchqueren), um nur 2 Beispiele zu nennen, die beweisen: Hier steht die Natur im Mittelpunkt. Und das zurecht. Ausserdem ist es beneidenswert zu sehen, wie hier die Kultur der Maoris aufrecht erhalten wird. Nicht nur das alles Strassenschilder stets ebenfalls auch in Maori den Weg weisen, bei jedem Rugby Spiel, fuehren die Spieler den Bush Haka auf. Einen alten Maori Kampftanz. Stellt man sich die deutsche Nationalelf vor, wie sie wie die Neandertaler uebers Feld huepfen, kann man sich das Gesicht des Deutschen vorstellen. Es waere von Pein gezeichnet. Hier kennen auch die besten Sportler des Landes keine Scham und eheren ihre Vorfahren und erhalten ihre Kultur auch in der Oeffentlichkeit mit Stolz am Leben, Beneidenswert.

Ort der Woche: Mordors Mount Doom, in Wirklichkeit Mount Ruapehu gennant. Den Drehort des Herr der Ringe konnte ich dann nach einem circa 3 Stuendigen, extrem steilen Kletteraktes bestaunen. 8 Stunden Wandern standen insgesamt auf dem Programm. Es war unwahrscheinlich anstrengend. Doch nachdem man den "Devils Staircaise" erklommen hatte, wurde man mit einer einzigartigen Landschaft belohnt. Durch Eis und Wind ging es an den 3 noch immer aktiven Vulkane des Tongariro National Parks vorbei. Tuerkis blaue Seen und rote Krater saeumten den Weg und machten die mueden Beine stumm. Ohne Frage nicht nur der Ort der Woche, sondern auch der Ort der gesamten Insel. Bis jetzt. Denn wie es heisst ist die Suedinsel sogar noch schoener. Und menschenleerer.

Erfahrung der Woche: Dieser Kiwibus hat mich veraendert.Und zwar hat er mich zu einem verfluchten japanischen Touristen gemacht. Ich steige in den BUs ein, steige aus wenn er anhaelt, mache ein Foto, oder auch zwei, von etwas ueber das ich nicht mal etwas nachgelesen habe, steige wieder ein und fahre zum naechsten Punkt. Immerhin strecke ich nicht auf den Fotos auf denen ich auch zu sehen bin nicht auch noch das Peace Zeichen in die Kamera. Und zum Glueck erfaehrt man doch immer irgendwie von den Sachen die sich lohnen. Dennoch habe ich rausgefunden, dass diese Arte des Reisens so gar nichts fuer mich ist. Ich brauche Unabhaengigkeit. Und Wissen uber den Ort den ich besichtige. Da ich keinen Reisefeuhrer besitzte, keinen Van und nur Kiwibus Freunde habe (dafuer aber Gute), werde ich mich damit abfinden und auch aufhoeren darueber zu schimpfen. Sayonara.

Rest der Woche: Neben jede Menge Aktivitaeten war es wieder eine super Woche. Viele neue, nette Leute (2 weitere ehemalige Bekanntschaften aus Australien wiedergetroffen), gemuetliche Hostels und andauernde schoenste Landschaft, geniesse ich meinen Aufenthalt in vollen Zuegen. Die Zeit schwindet nur so dahin und es ist tatsaechlich schon Halbzeit im Land der Hobbits angesagt. Es mag unglaubwurdig klingen, aber nach Australien habe ich tatsaechlich schon Heimweh. Vor allem ist es dann endlich wieder warm. Dort lassen Regenwolken allerdings auch nicht die Landschaft so schoen aussehen. Wo auch schon. Hier jedenfalls funktioniert es.

25.11.08 12:00
 


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