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Woche 14: 26.11-2.12.08

Viech der Woche: Der Hirsch. Jetzt mag man sich fragen, was das denn soll. Schliesslich,
so denkt man sich, gibt es am anderen Ende der Welt ja wohl exotischere Tiere als einen Hirsch! Aber er gehoert zur
Geschichte Neuseelands und laesst die Kiwis recht gut aussehen, kreativ moechte ich es nennen.
Dieses recht triviale Wissen eignete ich mir doch tatsaechlcih wieder einmal bei einer dieser ueberfluessigen,
gezwungenen Aktivitaeten an. Als Herr Cook Neuseeland entdeckte, da fand er hier nichts weiter vor als weite,
grasbewachsene Natur. Hier wuchsen keine Delikatessen auf Baeumen wie etwa in Australien. Hier mussten die
Bewohner schon ein bisschen mehr Hand anlegen. Also begannen sie die Aecker zu bestellen und Tiere zu zuechten.
WIe man sich nun aufgrund der EInleitung zu denken vermag-auch Hirsche. Dummerweise auch Rehe. Denn zusammen fuehlten
sie sich so richtig wohl und begannen sich so sehr zu vermehren, dass sie alsbald zu einer wahren Bedrohung fuer die
Landschaft wurden. Hier kommt der kreative Kiwi ins Spiel, denn er musste gezwungenermassen versuchen die Viecher davon abhalten
sich so stark zu vermehren. Haette ich dieses Probelm loesen muessen, waere ich wohl zu erst auf eine Hirschkondom gekommen,
die Kiwis gingen das Problem weniger liebevoll an, sie begannen die Jagd. Die Art und Weise wie sie das anstellten wechselte fast
monatlich und fing mit der herkoemmlichen Jagd an, wie wir sie auch in Deutschland kennen. Schnell wurde das wandern und warten
in den Weiten Nueseelands allerdings zu anstrengend und man begann sie mit Helikoptern zu verfolgen (was uns imposant, mit reichlich Aktionmusik
unterlegt in dem 3/4 stuendigem Film dargeboten wurde). Als man dann irgendwann auf den Trichter kam, man koenne die Tiere auch noch auschlachten nachdem man sich abgeschlachtet
hatte, kletterte man geschwind aus dem Flieger und band die riesen Tiere daran fest und flog sie durch die Gegend. Nun kam die Tod oder Lebendig Methode ausser Mode und man wollte
sie auch noch lebendig. Von Gewehren mit Fischernetzen und Betaeubungsmitteln mochte ich die letzte Methode am liebsten: Wagemuetige, nicht gerade junge Kiwis sprangen aus dem Helikopter
auf die Hirsche und brachten sie zu Fall und wickelten sie dann in Netze. Ich bitte darum, sich das bildlich vorzustellen, da die DVd leider nicht kaeuflich war und mir nur uebrig bleibt
diese seltsame Jagdmethode mit Worten zu beschreiben. Stolz bekamen wir einen Nachrichtenausschnitt aus Amerika zu sehen, der zeigte, dass die Amis einmal sogar ein paar Kiwis einflogen,
die wiederrum mit ihrer Methode ein paar Elche umfliegen mussten. Hut ab, technisch vielleicht nicht unbedingt das neuste, aber an kreativitaet kaum zu uebertreffen.
Abschliessend bleibt zu sagen, das Problem wurde geloest, jetzt weiden die Hirsche friedich neben Kuh und Schaf auf einer Koppel. Und die neuseelaendischen Rehe werden nur noch von Hirschen besprungen.

Investition der Woche: Von Geld moechte ich eigentlich gar nicht sprechen. Auch meinen Kreditkarten Kontostand habe ich vorsorglich seit einer WOche nicht gecheckt ummir nicht meine
Laune zu verderben. Die letzten zwei gorssen Investitionen der Woche hatten es dann auch noch ordentlich in sich: 140$ fuer eine geleitete Gletscherwanderung und 159$ fuer einen Trip zum Milford SOund.
Beides allerdings Sachen, die man einmal in Neuseeland, auf keinen Fall verpassen kann. Milford Sound steht so ziemlich auf jeder Neuseeland To Do Liste an Platz 1. Zurecht.
Im Bus dorthin wurde uns ein Film von der Landschaft dort gezeigt. Ein Sound ist eine Art Fjord, der allerdings mit Gletscherwasser gefuellt wird. Davon gibt es 2 weltweit. Einmal hier und in Norwegen.
Genug zu den Fakten. Die Dvd war atemberaubend. Nie zuvor habe ich eine so schoene Landschaft gesehen. Eng verknueft ist dieser Trip dieses Mal mit der

Erfahrung der Woche: da ich eine recht kitschiges Gefuehl hatte. Das erstemal in meinem Leben realisierte ich, auf was fuer einem Planeten wir eigentlich leben. Das was ich da fuehlte war Stolz. Das erste Mal
war ich richtig froh darueber sehen zu koennen, hoeren, riechen, fueheln, so dass ich all das aufsaugen konnte was mich da umgab. Keine Sorge, ich werde weiterhin Fleisch essen, auch mal ein Bad nehmen und sicher
nicht all die Energie sparen die ich koennte. Nehme man es wie man wolle, ich werde weiterhin nicht die Gruenen waehlen, aber noch viel mehr reisen um mehr solcher Orte zu entdecken. Und das beste war, wenn man
 waehrend des Dokumentarfilms mal kurz rausschaute, sah man fast dieselbig Landschaft am Busfenster vorbeigleiten. Eines Tages komme ich wieder, mit mehr Zeit und Geld, damit ich den ganzen Fjordland National Park
bewandern kann.

Ort der Woche: Auch auf die Gefahr hin, dass es offensichtlich war: Milford Sound, Fjordland National Park, South Island, Mother Earth. Wenn ich versucht habe mir einen perfekten Ort vorzustellen, waren dort auf jeden Fall
Palmen, weisser Sand, tuerkises Wasser und Kokosnuesse zu finden. Erstaunlich dass es nun ein Ort ist, der nichts von alledem hat.

Beobachtung der Woche: Ich habe mein Glueck gefunden. Am anderen Ende der Welt stellte ich eines Tages fest, worauf es wirklich ankommt. Auf die Menschen meinem Leben. Nachdem ich einen Tag lang einen Durchhaenger hatte,
muede vom Ein-und Auschecken, immer neuen Gesichtern und wenig Schlaf und noch weniger Geld, hatte ich am naechsten Tag ein Gluecksgefuehl der besonderen Art. Verursacht dadurch, dass ich eine Mail von meiner Schwester hatte,
ein Telefonat mit meinen Eltern und meiner besten Freundin. Auch wenn ich alle meine liebsten Leute so sehr vermisse, ist es schnell geschafft zu spueren, dass man sie immer noch hat. Lasst euch gesagt sein:
Egal wie schoen hier alles ist, nirgendwo auf der Welt koennte es so schoen sein, das ich euch vergessen koennte oder aufhoeren wuerde euch zu vergessen.

Rest der Woche: Von Nelson ging es ueber Westport nach Lake Mahinapuha. Von dort nach Franz Josef wo ich den Glacier Hike machte und endlich mal wieder zwei Naechte im gleichen Bett verbrachte. Die zweite Nacht war recht unruhig,
da wir gleich zweimal von einem Feueralarm geweckt wurden. (Lustig zu beobachten, dass von dem ganzen Zeug was ich mit mir umherschleppe meine Kamera, meine Fotocds und zu letzt mein Portemonee alles waren, was ich vorm vermeindlichen
Feuer wirklich retten wollte. Von materiellem Wert ist tatsaechlich nur noch meine Kamera.) Nach 2 herrlichen Tagen mit Wandern, Saunen und relaxt in der Sonne liegen ging es dann nach Wanaka. Dort wandte ich endlich mal wieder
meine Lieblings-Erkundungsmethode an: joggen. Ich rannte in den Sonnenuntergang ueber Lake Wanaka, einem herrlichen kleinen Skiort. Danach ging es schliesslich nach Queenstown einer wunderschoenen Stadt, am zweit groessten See Neuseelands
gelegen. Queenstown ist mit Abstand meine Lieblingsstadt hier in Neuseeland. Leider hatte ich hier nur 2 Naechte. Macht aber nichts, da auf meiner kurzlich verfassten 100 Traeume die ich verwiklichen will-Liste steht: Milford Sound Walk.
Da kann ich dann auch etwas mehr Zeit in Queeny verbringen. Lustige Vorstellung dass ich dann wahrscheinlich schon alt und faltig bin. Aber nicht tatterig-sonst schaffe ich den 52 Kilometer Walk nicht mehr.

3.12.08 09:27
 


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