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Woche 17-18: 18.12-28.12 im Jahre 2008

Vorwort: Vielleicht sollte ich ja eine neue Kategorie erfinden. Das Vorwort. Jedes Mal, gut, fast jedes Mal wenn ich diesen Blog schreiben will, hat das ganze eine fast wahnsinnige Vorgeschichte. Nicht nur das ich mich seit  4 Tagen mit Selbsbetrug und Ausreden immer wieder dazu durchringe das Verfassen des Blogs doch noch einen Tag herrauszuzoegern macht mich fast verrueckt, auch die Tatasache das einem wahre Felsbloecke in den Weg gelegt werden wenn man dann schon extra viel frueher aufsteht um vor der Arbeite dann endlich mal wieder ellen lange Saetze zu fomulieren die dann die Daheimgebliebenen bespassen sollen. So auch heute: Mit noch 3 $ Barem in der Tasche musste ich mich also in aller Herrgottsfruehe (9 Uhr) auf den Weg machen um ersteinmal Geld zu besorgen. Da meine Kreditkarte gnadenlos ueberlastet ist, kam nur noch mein Australisches Konto in Frage. Ich hatte die clevere Idee nicht stundenlang durch die Strassen zu irren um eine Commonwealt Bank zu suchen, sondern zu einem Kiosk zu gehen, ein 10er Busticket zu kaufen und dabei Cash Out zu kriegen. Das macht man hier naemlich so. Man geht einkaufen und wenn man dann noch etwas Geld fuers Portmonee (eins dieser Worte wo ich nicht den Ansatz einer Ahnung habe wie man es schreibt) braucht, kann man es gleich mit auszahlen lassen. Ich fragte also ob das ginge. "Ja ja" war die Antwort. Weniger genau konnten die Herrschaften mich allerdings mit den verschiedensten Bustickets beraten. Circa 10 MInuten meiner kostbarsten Zeit hoerte ich mir also sich immer wieder wiedersprechende Informationen an. Also ich dann meine 5 $ Cash Out wollten hiess es dann: Nein das geht nicht. Die Commonwealth Bank war dierekt um die Ecke...Jetzt sitze ich hier jedenfalls in einem Internet Cafe, als Bildschirmschoner Bondi Beach in voller Pracht. Und hebe ich meinen Blicke, sehe ich genau das gleiche Bild in Echt. Toll. Und zum Glueck habe ich jetzt auch wieder Lust von meinen letzten 1 1/5 Wochen zu berichten. Ach ja, der Blog erscheint dieses Mal auf Grund der Feiertage 4 Tage verspaetet. Das ist ja wohl klar.

Viech der Woche: Die Kakerlake.Ich muss mich leider wiederholen und dieses ausserst haessliche Tier 2 mal kueren. Ausgerechnet dieses. Nun ja. Am 23.12 bezog ich eben mit Birte, die endlich auch aus Thailand wieder eingeflogen war, ein huebsches Appartment in Bondi. Es ist eine Wohnung einer Freundin von Nils, die fuer einen Monat in Neuseeland bei ihrer Familie ist und wie nun so lange in ihrer Bude leben koennen. Nur das ich mit Birte eben noch ein paar weitere, wohl eben unangenehme Nachbarn habe. Keine menschlichen, davon wuesste ich nichts, eben Kakerlaken. Zum Glueck sind es laecherlich kleine Exemplare, aber das reicht schon. Das toetliche Spray fuer die ungewollten Mitbewohner steht jedenfalls immer in Griffweite, denn anfassen wuerde keiner von uns Beiden wohl jemals eine von ihnen. Und ein Gutes hat es auch noch dass sie hin und wieder vorbeischauen: Auf ganz wunderlicher Weise helfen sie uns regelmaessig abzuwaschen. Und jetzt wo wir auch mal wieder unsere Koffer auspacken konnten, in unsere eigenen Kueche kochen und nach 12 Naechten auf dem Boden endlich mal wieder in einem Bett schlafen konnten, ist man darueber erstmal so froh, das man sich von ein paar laecherlichen Krabbelviechern ja wohl nicht die Laune verderben laesst. Ausserdem, ich glaube kaum dass ich das sage: Man gewoehnt sich an alles. Und jeden.

Investition der Woche: Weil ich das Appartment, das wir direkt am Anfang mit 400$ fuer den Monat abbezahlten, ja nun schon erwaehnte, will ich doch mal von dem Tag berichten, an dem Geld mal keine Rolle spielen sollte - Weihnachten. Das Fest an sich soll in der Erfahrung der Woche noch weiter erlaeutert werden, da es sicherlich einen jeden brennend interessieren wird wie das denn hier so war. Aber Geduld, ersteinmal gehe ich nun auf die Finanzen ein. Das meiste Geld floss jedenfalls diese Woche in Birtes und mein Weihnachtsessen, eine Speise, die wohl der Traum eines jeden Kindes ist. Und ein bisschen so fuehlten wir uns auch. WIr gingen in den Supermarkt und gingen zusammen durch die Gaenge (vorzugsweise durch die Suesswarenabteilung) und packten alles ein worauf wir im Laufe das Abends auch nur Ansatzweise Lust bekommen koennten: Gummizeug, Schokoladen (diverser Art), Chips, Nachos, Vanillesosse, etc etc. Das eigentliche Menue soll dann spaeter beschrieben werden. Etwas Geld wurde dann auch noch in 4 sorgfaeltigst auserwaehlter DVD's die uns den Abend perfekt machen sollten. "Big Fish" tat es dann auch. Und wirklich teuer war es am Ende auch nicht. Ausserdem verhinderten Bauchschmerzen schon nach einem ordentlichen Eiscreme Fruehstueck, dass auch durch den tag hindurch Geld in Donuts, Eis und anderes investiert wurde.

Beobachtung der Woche: Hier wollen wir mal ein bisschen philosophsich werden. Es ist der absolute Wahnsinn, welchen Einfluss der Boss auf seine Mitarbeiter hat - und damit meine ich nicht, das er sie jederzeit feuern kann. Ist der Boss selbst ein grosszuegiger Mensch, der um das Wohl seiner Gaeste UND Mitarbeiter besorgt ist, uebertraegt sich das eins zu eins auf das Verhalten des Mitarbeiters. Ist es dem Mitarbeiter zum Beispiel erlaubt auch auf die Gefahr einer so genannten Zeitverschwendung etwas laenger mit den Gaetsen plaudert anstellte ein zehntes Mal die Theke zu wischen, darf er zwischendurch Saefte, Milchshakes, etc trinken, wird er regelrecht gezwungen Eiscreme zu essen und kriegt er eine blendende Mahlzeit seiner Wahl vom Menue, dann ist es recht wahrscheinlich, dass er unglaublich gerne zur Arbeit kommt, seine Bosse seine Freunde werden und die Gaeste wegen einem wiederkommen. Es gibt nichts schoeneres kleinen Kindern ein bisschen Eis zu schenken und ihre strahlenden Augen zu beobachten. Es gibt nichts schoeneres auch noch zu wissen, dass der Boss es einem erlaubt. Dann fangt man auch bestimmt nicht an seinen Boss in unverschaemten Masse an zu beklauen. Das war Management Teil Eins und jeder Leser dieses Onlinekurses schuldet mir jetzt 100$ die bitte unverzueglich auf mein Konto zu ueberweisen sind.

Ort der Woche: Mittwoch, der 24. Dezember, 16 Uhr australischer zentral Standartzeit, ein Cafe vorm Opernhaus in Sydney. Ausserdem mit einem prachtvollen Blick auf den Hafen und die Harbourbridge. Dort nahm ich mit Birte einen Weihnachtstee ein. Einen komischeren Ort fuer einen Weihnachtsnachmittag kann ich mir kaum denken. Vielleicht noch die zerkluefteten Taeler des Jebel Uwaynat.

Erfahrung der Woche: Weihnachten in Australien also. Gestern bemerkte ich, dass dieses Weihnachtsfest, welches ja sowieso schon voellig anders war als alles was ich je zelebriert habe, auch noch zeitlich ganz anders war. Fangen wir mal vorne an: Es begann mit einer Arte Weihachtsbaeckerei am 13.12 um circa 21.30, da ja vorerst mal noch gearbeitet werden musste. Es gab also Choclate-Hazelnut Muffins. Als diese fertig waren, konnten Birte und ich uns gerade noch dazu durchringen einen zu probieren, weil uns schon so schlecht war, von den ganzen Teilchen, die Birte von ihrer Arbeit in der deutschen Baeckerei mitgebracht hatte. Mit klagenden Baeuchen lagen wir auf der Couch und begannen einen der besten Filme die ein Mensch wohl jemals sah: Into the wild. (AdRbitte gucken) Trotzdem macht so ein Haufen Essen ja muede und der Film musste in der Mitte unterbrochen werden. Der 24.12 begann mit einem Tee im Bett, dann wurde uebergesiedelt ins Wohnzimmer, wo der Rest des Films gesehen wurde und ein,zwei Muffins gefruehstueckt wurden. Dann ging es los zum Bronte Pistachio, dem Cafe wo ich arbeite. Dort gab es erstmal ein herzhaftes Fruehstueck a la carte, dann als Hauptspeise selbstgemachtes Gelato vom Chef, aufgemotzt mit Oreo Keksen von Lena. Mit Bauchschmerzen ging es dann zur Oxford Street zum Bummeln, dann zum Circular Quay zur Habrourbridge und Opera House, wo Birte mit Nikolausmuetzen Fotos schiessen wollte. Das machte ich auch  nur mit, da es auf der von uns vorher verfassten Weihnachtswunschliste stand. Abwechselnd hatten wir dort unsere Wuensche fuer den den Tag aufgelistet. Nach der oben genannten Einkaufssession und der ellenlangen DVD Wahl ging es dann zurueck in unse geliehenes Heim. Zur Vorspeise gab es eine von Birte zusammengestellte Pizza, dann als Hauptgang uberbackene Nacho Chips mit Guacamole, Jalapenos, eben allem drum und dran. Nachspeise waren Brataepfel und Muffins mit Vanillesosse, Schokolade und saure Erdbeerschlangen. Paradisisch. Abendunterhaltung war "Big Fish". Das Weinachtsfest nahm fuer mich am naechsten Tag seinen Lauf, als ich bei der Arbeit ungefaehr 300 Leuten 5000 mal Merry Christmas wuenschte. Danach gab es ein richtiges Weihnachtsessen mit meiner Zweitfamilie von der Arbeit. An einer langen tafel wurde mit Blick auf den Bronte Beach aufgetischt und neben einem sehr leckeren Wein gab es eine kleine Bescherung und viele interessante Gespraeche. Danach waren dann die Weihnachtstelefonate mit Familie und Freunden dran, die ebenfalls sehr weihnachtlich waren. Am naechsten Tag war dann ebenfalls Weihnachten. Clara und Chris kamen aus Melbourne wieder und Abends im Club war wieder Bescherung angesagt. Am naechsten Abend wieder Weihnachtsessen. Unglaublich leckeres indisches Essen mit Clara und Chris mit Blick auf Darling Harbour und anschliessendem Ausgehen vom Feinsten. Ein herrlicher Abend, doch noch nicht das Ende meines Weihnachtsfestes. Man stellt sich ja vor, der Weihnachtsmann kaeme hier auf dem Surfbrett. Fuer mich stimmte das so fast. Nils kam auf dem Weg zum Surfen bei mir vorbei und brachte mir das Weihnachtspaket meiner Familie. Mit den sich darin befindlichen Keksen und Briefen ging ich runter zum Strand und las die leckersten Weihnachtskekse schmatzend die liebsten Worte meiner Familie. So endete am 28.12 um 9.30 mein Weihnachtsfest. Die verschiedensten Formen eines Weihnachtsfest wohl mitgenommen. Weihnachtsstimmung kam jedenfalls trotzdem irgendwie nicht auf so ganz ohne dekorierter Haeuser und staendiger Weihnachtsmusik. Ich freue mich schon wieder wahnsinnig auf Weihnachten. Das Klassische.

Rest der Woche: Wenn man aufgrund eines 4-taegigen Weihnachtsfestes nicht dazu kommt seiner Pflicht des Blogschreibens nachzugehen, dann ist auch einiges passiert. Hier die Woche in Kurzform: Wiedervereinigung mit Birte, neue Wohnung, surfen am Bondi Beach und die Feststellung mal wieder Trainieren zu muessen, eine nette Krefelderin bei einer Ausstellung in Sydney, ein super neuer Lifestyle (aus Arbeiten, Freunden,Strand und Sonne), eine wiedergetroffene Freundin aus Port Douglas (die Kanadische Mitbewohnerin), endlich wieder Geld in der Tasche (jetzt heisst es erstmal Schadensbegrenzung), einem geklauten Rad (ja unglaublicher Weise wurde mir mein von Nils geliehenes Rad waehrend der Arbeit gestohlen. Warum nicht noch mehr finanzielle Probleme?), ein bisschen Shoppen, einigen guten Filmen und Phylosophien.

Alles in Allem eine super Zeit, das erste Mal jedoch, das ich ueberhaupt dachte, wie ich mich wohl jemals von diesem Lifestyle wieder trennen soll, bzw trennen koennen soll. Gut nur, dass ich mich auf die Dinge die mich zuhause erwarten einfach noch mehr freue. 

29.12.08 00:35
 


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