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Woche 19-20: 29.12.08-9.1.09

Vorwort: Auch diesmal melde ich mich mit einer "Wann-wie-und-wo- schreibe ich wohl meinen Blog" Geschichte zurueck. Wieder 4 Tage spaeter, aber mit der bis jetzt gemuetlichsten Lokation in der ich jemals revue passieren lassen konnte. Meinen "eigenen 4 Waenden" (Viele " und 4en fuer nur 2 Saetze), den geliehenen Laptop eines Freundes auf dem Schoss kann ich mir nun mal richtig Zeit dafuer nehmen und sogar darueber nachdenken was ich schreibe. Sonst sitzt mir immer die Zeit im Nacken, das Geld und mir droehnt irgendein eintoeniger Charthit in den Ohren, oder eine aufgebrachte Englaenderin die mit ihrer Mutter Skypt. Ich will die Erwartungen nun aber nicht so gross werden lassen, viielleicht sclaegt es sich ja nicht einmal mehr auf die velen Tipp und Rechtschreibfeeler aus die ich mache. Vielleicht kann ich gar kein Deutsch mehr und es bleibt fuer immer bei diesem fehlerhaften Deutsch. Ganz sicher jedoch hat sich klam und heimlich das "Vorwort" hier etabliert. Und das nach mehr als 4 Monaten.

Viech der Woche: Ein Hai. Ja das es einmal so gefaehrlich werden wuerde hatte ich gehofft. Deshalb existiert diese Rubrik ja ueberhaupt, wegen der Tiere die einem hier in Australien ueber den Weg laufen, krabbeln, schlaengeln, fliegen oder eben schwimmen. Letzten Sonntag war in Bronte Beach Hai Alarm. 2 Haie wurden gesichtet, was hiess: Alle Mann raus aus dem Wasser. Frauen und Kinder auch natuerlich. Nur nicht unbedingt zuerst.  Dann kam ein Helikopter und flog ein bisschen wirr ueber dem Meer hin und her, die Rettugsschwimmer troeteten mit ihren Trompeten und so gelang es ihnen wohl innerhalb weniger Sekunden die Zwei zu vertreiben. So muss es wohl gewesen sein, denn nach nur wenigen Sekunden befanden sich saemtliche Manner, Frauen und Kinder wieder froehlich, als waer nichts gewesen, im Wasser. Ich nicht, ich beobachtete dieses seltsame Verhalten von meinem sicheren Cafe aus, welches mir ohnehin momentan aeusserst selten Gelegenheit gibt mich in solche Gefahren zu begeben. So gehen die Australier jedenfalls mit ihren gefaehrlichen Landstieren um. Zeigen ihnen das sie unwillkommen sind und machen dann einfach so weiter wie bisher. Ignorieren ist auch fuer mich die einzige Option mit dem Wissen dieser Viecher zu leben. Leugnen wuerde ich sie aber vorsichtshalber nicht. Jedenfalls fuer einen naeheren Zeitraum von 24 Stunden nach Auftauchen. Und einem gehoerigen Sicherheitsabstand. Meine Krankenversicherung verlaengere ich jedenfalls auch mit Sicherheit.

Investition der Woche: Um die 140 $ fuer die Tickets fuer unseren Sylvester Event. Der Strand von Bondi Beach, Eric Prydz an den Turntables, das sollte uns der Spass doch wert sein. Schnell noch bei EBay Karten ersteigert und dann kammal wieder doch alles anders als geplant. Birte und ich mussten erstmal beide arbeiten. Ich am Tag vorher 12 und am 31. 8 STunden. Zum Glueck machten wir den Laden schon um 5 zu. Ich legte mich noch eine Stunde an den Strand, genoss mein Sylvestermahl, einen Falafelsalat (mein Lunch aus dem Cafe) im Sonnenuntergang und machte mich dann auf den Weg nach Hause, vorbei an diversen Dachterrassen auf denen schon fleissig gefeiert wurde. Zuhause schnell noch eine Flache Wein mit Birte und ihren Ueberraschungsgaesten, ihren beiden Schwestern und kurze Zeit spaeter befanden auch wir uns auf einer dieser besagten Dachterrassen. Naemlich bei unserem Freund Omar, den wir schon bei seinem Urlaub in Port Douglas kennengelernt hatten. Wir tranken selbstentworfenen Fruchtsaft und selbstgebrauten Wodka (oder destiliiert oder was auch immer) in seiner Kreativagentur und verquatschten uns. Um zehn vor 12 machte ich mich flott mit Birte auf den Weg, sodass wir uns so grade um 12 in den Armen liegen konnten und uns glueckseelig ein frohes Neues Jahr wuenschten. Das Feuerwerk war mehr als aermlich. Ein einziger Kracher moechte ich meinen. Na ja, haetten wir Feuerwerk gewollt waeren wir woanders hingegangen (unnoetig zu erwaehnen wohin). Krampfhaft versuchten wir noch den paar sms zu antworten die 10 Stunden zu frueh fuer die Verfasser geschickt wurden, dann nach nur einer Stunde oder so, traten wir den Heimmarsch an. Sagen wir, das Selbstgebraute hatte seine Wirkung getan. Trotzdem war es eines meiner schoensten Sylvester. Ich habe auch keine Vorsaetze. Wofuer auch. Ich bin gluecklich! So gluecklich das ich nicht mal merke das bei einem Event fuer das ich 140 $ gezahlt habe der Hauptact gar nicht stattgefunden hat. Auch am naechsten Tag als der Alkohol als Grund ausgeschlossen werden konnte war mir das Geld egal. Geld ist nur Mittel zum Zweck. Und den hatte es an dem Abend ja erfuellt. Nur eben anders als gedacht.

Erfahrung der Woche: Es ist tatsaechlich moeglich, dass die Zeit noch schneller vergeht als sie es ohnehin schon tut. Dann naemlich wenn andere Leute hierher zu Besuch kommen. Sie haben 3 Wochen Zeit, die sich fuer mich wie eine Woche anfuehlen die Armen. Zurueck will eigentlich nie jemand. Kein Wunder. Man lebt hier echt einen Traum, das wird einem erstmal dann wieder wunderbar deutlich. Dann bleibt man nach seinen acht Stunden im Strandcafe stehen, haelt den Atem an, saugt die warme Luft in sich ein, den Duft nach einer Pflanze die irgendwie nach Freiheit riecht, nach Sonnenuntergang, dazu der Geruch nach Meer. Und erst dieser Blick. Man ist gluecklich, wiess man hat alles richtig gemacht und freut sich sich auf die naechsten 3 Monate. Die wenn man ehrlich ist nur noch 2 1/2 sind. Nicht mal. Und sie werden auch mir vergehen wie im Fluge. Also werde ich noch oefter stehen bleiben und geniessen.

Beobachtung der Woche: Wenn man dann da so steht und dieses Gefuehl von Freiheit verspuert, dann fragt man sich, ist es moeglich sein Leben lang so zu fuehlen? Ist man ehrlich und denkt man ein bisschen unromantischer darueber nach, muss man sich schon eingestehen, dass man jegliche Verantwortung fuer diesen Aufenthalt abgestellt hat. Jedenfalls hat man keinerlei Verpflichtungen, ausser puenktlich bei der Arbeit zu erscheinen, wenn man denn gerade arbeitet und nicht reist. Wenn man es nicht schafft sucht man sich eben einen neuen Job. Das sage ich nur um zu verdeutlichen wie wenige Sorgen man sich machen muss. Als ich sagte ich habekeinerlei Vorsaetze fuers Neue Jahr habe ich gelogen (in dem Wissen, ich wuerde diese Luege nun sofort berichtigen). Einen Vorsatz habe ich: Dieses sorglose Gefuehl von Glueck mit in mein echtes Leben, ausserhalb dieser "No worries" Seifenblase mitnehmen zu koennen. Ich frage mich nur, ob das ueberhaupt moeglich ist in einer Gesellschaft wie wir sie in Deutschland haben, wo sich alles um Karriere und materielle Werte handelt. Das erste Mal in meinem Leben denke ich ueberhaupt darueber nach, ob das alles so richtig ist. Sollte man nicht immer ein Leben fuehren, in dem man so gluecklich ist? Arbeiten wenn man das Geld braucht, reisen wenn man die Sehnsucht verspuehrt? Das Geld reicht allemale fuer diesen Lebensstandart. Welche Sicherheiten brauche ich denn ausser einer Krankenversicherung? Doch eigentlich nur die eigene Sicherheit, dass ich etwas tue, jeden Tag, was mich gluecklich macht. Wer braucht Karriere sprich Geld, wenn er keine Zeit zum geniessen hat, zum gluecklich sein. Den Job den ich mache wenn ich wiederkomme mag ich und er macht Spass. Dennoch werde ich den groessten Teil meines Lebens mit Arbeiten verbringen. Von Morgens bis Abends, vergleichsweise wenig Zeit fuer Familie, Freunde, Hobbies - Freiheit eben. So erfuellend Arbeit auch sein mag, Zeit ist zu wertvoll. Leider sind die Leute in Deutschland anders gepolt. Das Wetter macht viel aus, gut. Klar ist es leichter Morgens gut gelaunt zur Arbeit zu kommen wenn die Sonne scheint, man sich auf eine BBQ mit Freunden am Strand freut. Aber das ist nicht alles. Ich war auch vorher mehr gluecklich mit meinem Leben, auch mit dem Alltag. Dennoch weiss ich, dass ich nun noch einiges mehr vom Leben erwarte als vorher. Gut, ueberhaupt mal ueber diese Dinge nachzudenken und zu wissen wie es noch sein kann und was man will.

Rest der Woche: Ziemlich hart gearbeitet habe ich die letzten Tage. Jetzt habe ich endlich mal 2 Tage Zeit. Trotzdem schaffe ich es mindestens einmal am Tag zum Strand. Meinen Kredit koennet ich auch endlich abbezaehlen, wenn das nervtoetende Internetbanking mal funktionieren wuerde. Jetzt kann es ans Sparen fuer den naechsten Trip gehen. Birte und ich waren ausserdem echt versucht einen VW Bully zu kaufen der fuer 2500 angeboten wurde. Da es mehr als unclever gewesen waere, weil wir in naechster Zeit viel fliegend das Land bereisen werden, liessen wir es schweren Herzens, obwohl er mehr als perfekt fuer 3 Maedles in Australien gewesen waere. Ausserdem war ich noch auf einem Hives Konzert, fuer das ich die Tickets verueckter Weise umsonst gekriegt hatte, als ich mir ein paar Puma Schuhe kaufte (nicht nur ausschlieslich wegen des Konzerts...mitlerweile liebe ich sie richtig). Dann besuchte ich an unserem freien gemeinsamen Tag Omar in Manly, einem wunderschoenen Vorort von Sydney, zu dem man nur mit einer Fahere gelangt. Langsam muessen wir uns auch mal wieder mit unserem Umzug beschaftigen und uns ueberlegen wo wir unseren naechsten Monat in Sydney wohnen werden. Billiger als jetzt gehts nicht? Denkste, koennten bei einem Arbeitskollegen fuer 70 $ die Woche wohnen. Mal sehen was sich da so ergibt. Haben ja bis jetzt immer Glueck gehabt. Und zum Glueck bin ich sicher dass dies auch weiterhin so bleibt...

 

 Es sind zwei Dinge die mir fehlen und die diese Theorie wackeln lassen. Ich brauche einen anspruchsvollen Job der mich fordert-aber den kann ich auch in einem solchen Land finden

 

 

9.1.09 05:53
 


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