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Woche 24-25: 30.1-10.2.08

Vorwort bzw. Entschuldigung der Woche: Wenn der Blog genau so kurz wird wie meine Tagebucheintraege die letzten Tage, wird er ungefaehr so kurz, wie ein Mops im Vergleich zu einer Dogge. Weil die Zeit so schnell verfliegt wie ein Kolibri mit seinen Fluegeln flattern kann. Und das ist sehr schnell wie man hoert-deshalb sind es mittlerweile 12 Tage. Es koennte an an meiner Vorfreude auf geliebte Gesichter liegen und/oder B daran, dass ich soviel arbeite, dass es die perfekte Vorschule fuer Jung von Matt und mein Alltagsleben in Deutschland ist (das in 51 Tagen wieder beginnt). Aber es freut mich ja sehr, der Kohle halber. Na ja es weiss wohl jeder was dieses Vorwort wohl wieder sein soll-eine weit ausholende, moeglichst bildlich umschreibende Entschuldigung fuer eine wiederholte Verspaetung. Viech der Woche: Jetzt ist es „endlich“ mal passiert, ich habe eine dieser gigantischen Spinnen gesehen, eine Huntsman, das ich ihr eigentlich den Titel diese Woche widmen muesste. Dabei wollte ich mal mit einem ganz anderen, ausgefallenen Tier prahlen, dass ich diese Woche durch ein wenig Recherche und bekundetes Interesse kennen lernte. Aber dann eben eins nach dem anderen, folgendermassen: Haustier der Woche: Huntsman. Eine ungefaehr Hockeyball grosse Spinne (nicht der Koerper, der ist recht Klein, die Beine allerdings vergleichbar mit denen von Giselle Buendchen, nur behaarter), die ploetzlich, nach einer des Thema betreffenden Skype Unterhaltung mit meinen Eltern, an der Wand ueber dem TV hockte. Da hatte ich gerade mal wieder davon gesprochen, dass ich immer noch keines dieser vermeindlichen australisch en Monster gesehen hatte, da wurde es mir schwarz auf weiss, auf einer weissen Kalk Wand statt auf dem Silbertablett, serviert. Halb panisch halb erfreut stuermte ich also die Treppen hoch um meine Kamera zu holen um diesen Event spaeter auch beweisen zu koennen, da kam ich wieder runter und das Ding war weg. Nun ueberwog die Panik. Mit zitternder Hand wurde jedes erdenkliche Licht eingeschaltet. Und ich fand sie ungefaehr 10 Meter weiter weg, von wo sie vorher gesessen hatte. Faelschlicher Weise hatte ich immer dacht, so grosse Spinnen seien so langsam wie sie gross sind. Falsch. Sie wollte mir das wohl auch beweisen und flitze ein bisschen an der Wand umher. Meinen Schnappschuss kriegte ich trotzdem, sogar mit einem Zoomobjektiv, dass ich von dem befreundeten Fotografen noch habe. Schlafen konnte ich diese Nacht nicht besonders gut. Ich kann aber mit Sicherheit feststellen, ich habe hier in dieser WG schon weitaus schlechter geschlafen, Des oefteren. Aber dazu spaeter mehr. Viech der Woche: Letzte Woche nutze ich meinen freien Tag mal, um ins National Museum of Australia zu gehen. Ein sehr lohnender Ausflug, mit vielen guten Ausstellung, darunter auch eine ueber die kreuchen und fleuchenden Gefahren Australiens (ein komischer Ausdruck, der zwar passend, wohlmoeglich aber falsch geschrieben ist). Was ich da jedenfalls auch kennenlernte, war eine zwar ganz ungefaehrliche, aber doch beachtenswerte 2 Euro grosse Fliege namens „Eastern Upside Down Fly.“ Ich finde sie sollte Nationaltier werden, oder zumindest beruehmt, da sie doch so gut nach Down Under passt. Ihr Name haelt naemlich was sie verspricht. Bei dieser Fliege laeuft alles rueckwaerts und kopfueber. Ausser wenn sie fliegt oder bergab geht (das ist zu verrueckt als dass ich mir so was als Scherz einfallen lassen koennte). Immerhin ein Lebewesen also, das bemerkt hat, dass hier alle auf dem Kopf leben. Eben Down Under, Investition der Woche: 100 $. Und zwar fuer die Miete die ich jetzt doch hier zahlen soll. Sehr komische Aktion im nach hinein damit anzukommen, anscheinend aber eine Hausregel, dass Besucher die laenger als 2 Wochen hier residieren zu entrichten haben. Erst dachte ich ja es sei ok, ein bisschen viel vielleicht fuer einen Platz auf einer Couch und ein sehr haariges und schmutziges Bad das ich mir mit 4 Jungs teilen muss, aber aendern wollte ich das fuer die letzten 2 Wochen auch nicht mehr, streiten auch nicht. Als neben dem begrenzten Schlafplatz aber der Laerm immer unbegrenzter wurde, fing ich an mich ueber die Jungs zu aergern. Alle sind nach wie vor sehr nett, aber wenn ich Miete zahle, habe ich dann nicht auch ein gewisses Recht auf Respekt und Ruecksicht? Scheinbar nicht, denn in den letzten 4 Naechten konnte ich in 3 nicht laenger als 4 Stunden schlafen, da entweder in dem Zimmer neben mir (meins hat keinerlei Tuer oder aehnliche Laermbarrieren) laenger DJ Einheiten abgehalten wurden, oder auch mal betrunkene Maedels hysterisch durch mein Zimmer hopsten. Nun gut, ich musste auch um 6 Uhr arbeiten, vielleicht haette ich in den fruehen Morgenstunden sonst ein wenig Schlaf gefunden. Die neuste Errungenschaft ist eine Nebenmaschine. Die wurde vorgestern Nacht ausprobiert. Immerhin war es dann dunkel genug, dass ich nur noch durch den Laerm, der durch meine mittlerweile steinharten Oropax (an Pax ist da nicht mehr zu denken) sickerte, vom Schlafen abgehalten wurde. Heute Abend wurde die Livemusik schon mal angepriesen. Gut dass ich morgen um viertel nach 5 aufstehen muss. Zum Glueck muss ich morgen nur 7 Stunden arbeiten. 100 Dollar, reinster Wucher wenn man mich fragt. Immerhin aber die mit Abstand teuerste Ausgabe der letzten 12 Tage. Beobachtung der Woche: Hier nimmt das Wetter das Thema globale Erwaermung sehr worertlich. Ja, es ist auch hier sehr heiss (heute hat es mal geregnet und es ist kuehler), aber nicht so heiss, dass man denken sollte, dass eine Autostunde noerdlich Branden ganze Staedte ausloeschen. Die Zeitungen sind dieser Tage so brutal, dass man sie nicht zur Mittagspause lesen kann, wie ich es fuer gewoehnlich tue, weil einem da der Atem stockt und der Appetit gaenzlich vergeht. Der schlimmste Zustand den es jemals gab. Nicht so wie der Black Friday1937 und nicht so schlimm wie Ash-Wednesday1983. (Hier hat Aschermittwoch also eine tragische, andere Bedeutung). Weiter noerdlich, da wo meine Reise begann, in Townsville und Umgebung, steht wiederum alles unter Wasser, Kaengurus retten sich mit verzweifelten Haeuserbesitzern auf deren Daecher. Hier kriegte man von den Katastrophen allerdings nichts mit, wenn man nicht in die Zeitung guckte. Sprich hier nimmt alles seinen normalen Lauf und ich bin weit weg von all den Katastrophen die dieses Land derzeit beuteln. Weit genug jedenfalls. Das haben die weiten Entfernungen dann eben Gutes. Es fuehlt sich eher an, als wenn das alles in einem anderen Land stattfinden wuerde. Nicht jedoch fuer die Australier, die wir man in diesen Tagen merkt ein sehr ausgepraegtes patriotisches Verhalten aufweisen. So fern und doch so nah, das fasst wohl auch meine Gefuehle zu diesen Geschehnissen sehr gut zusammen. So ein bisschen bin ich eben auch schon Patriot geworden. Ort der Woche: Es ist wohl der letzte Blogeintrag, wo ich etwas so „gewoehnliches“ wie eine Bucht zum Ort der Woche machen muss, da in genau 10 Tagen die grosse Reiserei wieder beginnt. Dieses Mal ist es jedenfalls noch in der naeheren Nachbarschaft. Eine Bucht die ich und 4 Jungs Gulf of Germany tauften. Mit einem kleinen Boot, auf das mich die erwaehnten 4 Aussi Jungs einluden als ich in Little Manly nach einem Tag vollbrachter Arbeit am Strand rumlungerte, fuhren wir in eine kleine Bucht auf der anderen Seite. Mit einem kuehlen Bier in der Hand spuerte ich alsbald wieder das suesse Backpacker Dasein und die Vorfreude auf die naechsten 5 Wochen in mir aufsteigen. So einfach ist es dem Arbeitsalltag mal eben zu entfliehen und sich „wie im“ Urlaub zu fuehlen. Erfahrung der Woche: Ich will dass die Zeit schnell vergeht. Ja sehr richtig. Nur noch 10 Tage. 10 Tage bis Jani und Jaqui kommen. 10 Tage arbeiten, 10 Tage (nicht) schlafen. Dann beginnt der letzte Teil meiner Grossen Reise. Ein neuer, letzter Abschnitt. Das erste Mal, dass ich will, dass die Zeit schnell vergeht, seit ich hier bin. Dann wuerde ich sie aber bitte gerne anhalten. Oder immer wieder zurueckspulen. Wenn es doch nur eine Fernbedienung fuer so was gaebe. Aber das waer wohl auch langweilig. Irgendwann. Irgendwann. Irgendwann. Rest der Woche: Mit viel mehr als einem Museumsbesuch und einem kleinen Bootsausflug kann ich diese Woche leider tatsaechlich nicht dienen, weil es heisst: Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten=$$$. Und davon brauche ich so viele es nur geht fuer meinen letzten Monat hier. Fuer viele tolle Stories die ich dann wieder woechentlich berichten werde. Den Eintrag kann ich ueberigens morgen erst online stellen, da immer nur einer ins Internet kann und es heute Abend von Cameron fuer dubiose Zwecke und Downloads den ganzen Abend belegt sein wird. Endlich mal eine Entschuldigung die ich mir nicht aus den Fingern sauge und vor allem die ich nicht selbst verschulde. So und jetzt gehe ich um 9 Uhr schell ins Bett um vielleicht schnell noch eine halbe Stunde Schlaf kriege bevor es wieder heisst: Ramba Zamba mit Muskitos, Electro, Oropax und Platzangst.
11.2.09 04:37
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nic (11.2.09 11:11)
Na dann wünsche ich dir mal Durchhaltevermögen - einfach immer an die Reise denken

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