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Woche 29: 1.03-7.03.09

Vorwort der Woche: Ich will einmal bescrheiben wie man sich das so vorstellen muss, wie ich hier gerade sitze und meinen Blog schreibe: Ich sitze umgeben von Chucky der Moerderpuppe, dem gruseligen Clown aus Saw (ja der auf dem Dreirad) und anderen mir unbekannten blutueberstroemten Modellfiguren. Nein ich befinde mich nicht im Horrorkabinett, ich befinde mich in Dions Zimmer, Adelaide, South Australia, Suedliche Hemispahere und damit immer noch auf dieser Erde. Ich hoere Wolfgang Amadeus Mozart - Piano Concerto No. 21 - Andante. Damit habe ich angefangen als ich vor Monaten nervoesestens die Email immer und immer wieder an Jung von Matt schrieb. Klassische Musik ist ja gar nicht nur fuer Ommas und gestoerte Serienmoerder (wobei ich mir in dieser Lokation fast selbst gestoert vorkomme). Sie ist schoen und beruhigt. So richtig beruhigen muss ich mich eiegntlich nicht. Eher motivieren nicht zu den anderen ins Wohnsimmer zu rennen um Guitar Hero zu spielen, aber einmal angefangen macht das Zusammenfassen der letzten Woche ja immer Spass und gehoert ja auch nicht mehr lange zu meinem Wochenprogramm. Ach erwaehnenswert ist vielleicht der "PC"Bildschirm auf dem ich gerade berichte, er ist naemlich ungefaehr so gross wie ein Einerbob.

Viech der Woche: Denkt man an Seeloewen denkt man sicherlich nicht an Seeloewen. Denkt man an Pinguine, wohl auch nicht an Melbourne. Zu beiden dieser Staedte gehoeren diese Tiere aber, vielleicht als mehr oder weniger geheimes Wahrzeichen. Geheim deshalb, weil ich beide Male mehr als verwundert ueber den Fund dieser Tier in denen mir unpassend erscheinenden Gefilden war.  Das Viech der Woche ist also hiermit ein Pinguin. UNd zwar leben diese am Pier von Melbournes gar nicht so haesslichem Strand, versteckt in den grossen Felsen, auesserst scheu vor Licht. Ich kann mich schwach entsinnen, das die Anwesenheit der Seeloewen am Pier von San Francisco mit uns Nahrungskettenvirtuosen zusammenhing. Warum es Pinguine in Melli gibt, war, ist und bleibt mir ein Raetsel. Ich war jedenfalls sehr erfreut einen Einzigen zwischen den Felsspalten erspaehen zu koennen.

Investition der Woche: 180 Dollar fuer die wohl letzte gefuehrte Tour in Australien. Sie brachte uns von Melbourne nach Adelaide, allerdings ueber eine der wohl schoensten Kuestenstrassen der Welt-die Great Ocean Road. Sie muss wohl sehr schoen gewesen sein, denn ich hielt fast die ganze Fahrt ueber mein empfindliches Koepfchen aus dem Fenster, hoerte Musik und erfreute mich des tatsaechlich sehr schoenen Strassenverlaufs (vielleicht habe ich mich langsam zu sehr an schoene Strassen gewoehnt, denn so great wie angepriesen fand ich sie nicht, die Great Ocean Road. Sie ist sehr schoen, aber der Weg nach Milfor Sound, Neuseeland, oder einfach die Strasse von Cairns nach Port Douglas, sind meiner Ansicht nach mehr als ernstzunehmende Konurrenz die nur eben nicht so protzig klingen). Nach 360 km grossartiger Ozean Strasse hatte ich mir dann auch eine Halsentzuendung eingefangen-die mit Birte schon auf der selbigen mit dem besten Goon den wir beide jemals hatten (vielleicht weil es unser letzter gemeinsamer Goon war) begossen wurde. Der Tag danach war dann, ich glaube ohne zu uebertreiben, der schlimmste ud langweiligste meines gesamten Aufenthaltes in Australien (ausser die Tage wo ich so krank war, aber die zaehlen nicht, weil ich da ja praktisch tot war und Tage an denen man eigentlich gar nichts mehr fuelhen kann zaehlen glaube ich nicht). Den ganzen Tag sassen wir im Bus, von den Grumpians (circa die Mitte zwischen Melli und Adelaide) bis nach Adelaide, satte 8 Stunden Busfahrt mit Kater und Hals und kriegten einmal mehr als deutlich vorgefuerht wie verdammt gross dieses Land doch ist. Gut dass wir uns entschieden haben von Adelaide nach Perth zu fliegen, sonst haette ich die Westkueste entweder verpasst, oder haette mehr als ein bisschen Mozart gebraucht um eine zweite Email an Jung von Matt zu schreiben.

Beobachtung der Woche: Australien ist ein Paradies in das jeder wirklich einmal reisen sollte. Ich muss aber dierkt die Vorfreude nehmen-nicht alles ist hier paradiesisch. Zum Beispiel ist eine australische Steuererklaerung mindest genau so nervtoetend wie eine deutsche, nur eben unverstaendlicher, weil in englischer Fachliteratur. Seit ungefaher drei Wochen vergleiche ich nun mehr oder weniger konsequent und motiviert die verschiedenen Angbieter (die sich teilweise verhalten wie die Schreihaelse auf der Krimes-und die wollen mir Zuckerwatte andrehen keine Zahlen verdrehen und ich mag sie trotzdem schon nicht). All die Gebuehren und Versprechen wurden mir nachher zu viel und ich habe eben endlich mal das Formular eines Anbieters ausgefuellt. Wann und wieviel ich von diesen Herrschaften jemals wiederbekomme ist mir voellig unklar. Ich kann nur sagen: Wer Schwarzarbeitet ist klar im Vorteil. Und das haben die Australier wohl mit den Deutschen gemein.

Ort der Woche: Ein Helikopter ueber den Zwoelf (bzw 8) Aposteln. Das ist die wohl bekannteste Felsformation der Great Ocean Road. Und da von den zwoelfen nur noch 8 stehen, bestaunte meine Reisegruppe (bestehend aus Jana, Jaqui und Birte) diese schwindende Schoenheit aus der Luft und goennten uns einen Helikopterflug fuer 60 Dollar (wie lange er dauerte tut ja wohl ueberhaupt nichts zur Sache). Es war jeden Cent wert, die Aussicht atemberaubend und wohl auch einzigartig. (Ausser man plant in den naechsten Monaten wieder zu kommen, was ich aber nicht vorhabe, weil es noch zu viele schwindenede Schoenheiten gibt die ich sehen will bevor sie ganz verschwunden sind). Ausserdem macht Helikopter fliegen uebrigens unglaublich viel Spass. Wenn ich irgendwann mal zuviel Geld habe mache ich vielleicht einen Helikopterfuehrerschein. Kann man sicherlichlich immer mal gebrauchen. Man kann ja auch ueberall landen mit den Dingern. Sicher auch bei jedem.

Erfahrung der Woche: Es mag sein dass ich sehr unfit bin nach 7 Monaten des Faulenzens. Nach wie vor muss ich aber sehr sehr stark sein. Zumindest mental, denn gestern habe ich mit der Kraft miener Gedanken ein Weinglas verbogen. Wer das nicht glaubt kann mich aufsuchen und sich das Ding angucken, ich durfte es als Trophae mitnehmen. Ich bin so kurz vor Schluss nicht noch verrueckt geworden, keine Angst. Es geschah so: Gestern besuchte ich mit Dion (Jaquis australischem Freund bei dem wir gerade wohnen, der mit den Horrorfiguren (er ist sonst ganz normal, keine Sorge) das Fringe Festival in Adelaide. Wir besuchten die Show der Space Cowboys, der lustigerweise nur einer ist. Er ist mehrfacher Rekordhalter im Schwertschlucken und schwere-Sachen-mit-seinen-Augenliedern-ziehen. Ausserdem macht er jedenfall Uri Geller beim Loeffel Biegen Konkurrenz. und ich neuerdings auch. Er holte mich auf die Buehne und ich erzeugte mit meinen Haenden und Gedanken an schmelzende Schokolade eine Energie, die mir erstmal zwei klein Stromschlaege verpasste und dann eben den Stil des Weinglases verbog. Wenn einer skeptisch ist dann ich, aber das ging tatsaechlich mit rechten Dingen zu. Ich wuerde euch ja nicht anluegen. Eine unfassbare Erfahrung war das und sowas von das erst angezweifelte Eintritssgeld wert. Neben dem Skydive wohl das Verrueckteste was ich waehrend meines gesamten Aufenthaltes so gemacht habe.  

Rest der Woche: Nach ein paar letzten Tagen in Melbourne und dem letzten Tag auf der Grand Ocean Road hiess es nun tatsaechlich Abschied nehmen von meiner laengsten und besten gewonnen Freundin dieser Reise-Birte. Der schwerste Abschied bis jetzt-wobei mir der schwerste in 2 Wochen bevorsteht, der von einem Leben und einem Land, dass ich noch oft vermissen und erinnern werde. Die Great Ocean Tour war das Letzte auf meiner Liste gewesen mit Sachen, die ich in Australien unbedingt sehen wollte. Nun sind wir seit Dienstag, also seit 5 Tagen in Adelaide und leben nach einem reiseintensiven Start mal wieder etwas in den Tag hinein, was mir ganz gut tut, da ich tatsaechlich noch ein letztes Mal australisches Antibiotika schlucken muss und ein zweites Mal zum Arzt musste. Was ok war, da ich a ja noch eine Versicherung abgewschlossen hatte und dieser Arzt auch mal ein freundlicher war. Heute war ich mit Jana im Zoo. Von dort aus gelangen wir voellig unverhofft auf das Gelaende des Womadelaide, Adelaides bekanntestem Musikfestivals. Ganz genau so werde ich ueberigns morgen fuer 16 Dollar The Cat Empire Live, Open Air, im Sonnenuntergang spielen sehen. Diesmal equipt mit Jaqui, Goone & Picknick Korb. Morgen Abend heisst es dann noch einmal packen, fuer meinen letzten Roadtrip in Australien-an der Westkueste. Aber das ist eine andere, neue Geschichte.

7.3.09 12:22
 


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